KANTON ZUG: Urteil: Invalidenrente zu Recht entzogen

Die IV-Stelle des Kantons Zug hat einer 36-jährigen Frau eine seit 1994 ausbezahlte Invalidenrente zu Recht entzogen.

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Seit 1994 hat eine 36-jährige Frau die Invalidenrente bezoge, bis die IV-Stelle des Kantons Zug ihr diese entzogen hat. Dies offenbar zu Recht geschehen: Laut einem Entscheid des Bundesgerichts verlor die Frau den Anspruch auf die Rente, nachdem sie geheiratet und zwei Kinder zur Welt gebracht hatte.

Die im Jahr 1973 geborene Frau hatte nach der Primar- und Sekundarschule je ein Jahr eine Handelsschule und eine Berufsvorbereitungsschule besucht. Eine Lehre als Coiffeuse brach sie im Januar 1993 ab. Ab Oktober 1994 erhielt die junge Frau eine 100-prozentige Invalidenrente, weil sie unter panischen Angstzuständen mit Ohnmachtsanfällen litt.

Anlässlich einer Rentenrevision im Oktober 2007 hob die IV-Stelle die Rente auf. Die Frau hatte inzwischen geheiratet und zwei Kinder zur Welt gebracht. Die Haushaltsabklärung hatte ergeben, dass für die Haushaltstätigkeit nur noch eine Invalidität von drei Prozent besteht, was keinen Anspruch auf eine Rente verleiht.

Nach dem Zuger Verwaltungsgericht hat nun auch das Bundesgericht in Luzern den Rentenentzug bestätigt. Das Argument der Frau, sie würde wahrscheinlich 70 Prozent ausser Haus arbeiten, wenn sie gesund wäre, liessen die Richter nicht gelten.

ap