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Kanton Zug verzeichnet weniger Straftaten

Die Zuger Polizei hat im Jahr 2010 einen Rückgang der Straftaten um 6,25 Prozent verzeichnet. Sorgen bereitet die kriminelle Energie einzelner abgewiesener Asylbewerber, die die Schweiz nicht verlassen. Diese verursachten eine Vielzahl an Delikten. Der Zuger Sicherheitsdirektor fordert dazu griffigere Massnahmen.
Straftaten gegen Leib und Leben sind im Kanton Zug zurückgegangen (gestellte Szene). (Bild: Archiv Stefan Kaiser/ Neue ZZ)

Straftaten gegen Leib und Leben sind im Kanton Zug zurückgegangen (gestellte Szene). (Bild: Archiv Stefan Kaiser/ Neue ZZ)

Im Jahr 2010 wurden im Kanton Zug total 8221 Straftaten zur Anzeige gebracht. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Rückgang von 548 Straftaten oder 6,25 Prozent, wie aus der am Freitag veröffentlichten Kriminalstatistik 2010 der Zuger Polizei hervorgeht. Markant zugenommen – mit rund 30 Pozent – haben hingegen die Verstösse gegen das Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer (524 Anzeigen im Vergleich zu 399). Die Fälle von Straftaten gegen Leib und Leben (-65), von Häuslicher Gewalt (-71) und von Fahrzeugdiebstählen (-264) nahmen im Gegenzug ab.

Abgewiesene Asylbewerber wiederholt kriminell

Von den 1761 im abgelaufenen Jahr ermittelten Beschuldigten war rund die Hälfte nicht im Besitz eines Schweizer Passes (Ausländeranteil Kanton Zug: Rund 23 Prozent). Probleme bereiten der Zuger Polizei insbesondere einige wenige abgewiesene Asylbewerber, die sich illegal in der Schweiz aufhalten. So waren im vergangenen Jahr 35 ermittelte abgewiesene Asylbewerber 327 Mal an Straftaten beteiligt. Die vorwiegend aus Algerien, Marokko und Tunesien stammenden jungen Männer beschäftigen die hiesigen Polizeikräfte teilweise seit Jahren. Einige dieser Kleinkriminellen wurden durch die Zuger Polizei bereits mehrere hundert Mal angezeigt. Aufgrund der gesetzlichen Gegebenheiten müssen die Täter meist nach kurzer Zeit wieder auf freien Fuss gesetzt werden, wo sie vielfach schnell wieder straffällig werden. Ausgeschafft werden können Personen aus bestimmten Staaten nicht, weil entsprechende Rückübernahmeabkommen fehlen oder diese nicht umgesetzt werden.

Weniger Einbruchdiebstähle

In den Bereichen Vergehen und Verbrechen gegen Leib und Leben wurden weniger Jugendliche angezeigt (2010: 34 / 2009: 39), sind beschuldigten Jugendlichen durchschnittlich gleich 2,6 Mal an Straftaten beteiligt. Bei den jungen Erwachsenen zeigt die Kriminalstatistik 2010 tiefere Zahlen sowohl bei den Beschuldigten (80/93) als auch bei den Beschuldigungen (138/182). Auch die Zahl der Einbruchdiebstähle ging gegenüber dem Vorjahr wieder etwas zurück. Die Tatorte verlagerten sich jedoch. Während in den bevölkerungsreichen Gemeinden Zug, Baar und Cham die Einbruchszahlen sanken, stiegen sie in allen Gemeinden mit Ausnahme von Walchwil. Im Vergleich zum nationalen Durchschnitt wird aber im Kanton Zug weniger eingebrochen (Zug: 5,8 Einbrüche auf tausend Einwohner / Schweiz: 6,4).

pd/zim

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