Kanton Zug
Wegen der Pandemie gibt es noch Chriesi von 2020 im Überfluss: So sollen die Vorräte abgebaut werden

Die IG Zuger Chriesi lanciert eine limitierte Solidaritätsaktion für Landwirte, Kirschbrenner und Konditoren. Wer für mindestens 40 Franken Zuger Chriesi-Produkte kauft, erhält eine Rückerstattung von 10 Franken ausbezahlt.

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(bier) Das Coronavirus zeigt vielerlei Auswirkungen. So wurden beispielsweise «aufgrund der Pandemie 2020 massiv weniger Chriesi-Produkte konsumiert», teilt die IG Zuger Chriesi mit. Weil einander seltener zugeprostet und weniger Kirschtorten verkauft worden seien, seien die Lager voll mit Kirschwasser. Da sich mit der Blüte der Kirschbäume bereits die nächste Ernte ankündigt, sei man nach eigenen Angaben zum Handeln gezwungen. Unter dem Motto «Schenken Sie Freude!» hat die IG Zuger Chriesi eine Solidaritätsaktion lanciert.

Jene sieht Folgendes vor: Für jeden Kauf von Zuger Chriesi-Produkten im Wert von mindestens 40 Franken erstattet die IG Zuger Chriesi dem Käufer 10 Franken zurück. «Dabei spielt keine Rolle, ob man für diesen Mindestbetrag Kirschwasser, eine Kirschtorte, Chriesiwürste, Chriesikonfitüre oder Chriesijoghurt kauft.» Den Kaufbeleg sendet man an die IG Zuger Chriesi und teilt gleichzeitig eine Bankverbindung mit. Anschliessend erhalte man 10 Franken überwiesen.

Bis längstens Ende 2021 gültig

«Wichtig ist, dass auf dem Kaufbeleg erkennbar ist, dass es sich um Produkte aus Zuger Chriesi handelt. Falls das aus der Quittung nicht hervorgeht, kann man sich dies vom Verkäufer mit einem Geschäftsstempel bestätigen lassen», heisst es in der Mitteilung. Den Kaufbeleg sendet man per E-Mail an kontakt@zugerchriesi.ch oder auf dem Postweg an IG Zuger Chriesi, Postfach 7334, 6302 Zug. Das Angebot gelte für die ersten 1500 Kaufbelege, die eingereicht werden, spätestens aber bis Ende 2021.

«Mit dieser Aktion wollen alle Liebhaberinnen und Liebhaber von Zuger Chriesi-Produkten auf die schwierige Lage aufmerksam machen, in der sich die Produzenten aktuell befinden», wird der Ständerat Peter Hegglin, Präsident der IG Zuger Chriesi, in der Mitteilung zitiert.

Chriesisturm abgesagt

Angesichts der anhaltenden Covid-19-Pandemie hat die IG Zuger Chriesi entschieden, den beliebten Chriesisturm nach dem vergangenen Jahr auch 2021 abzusagen. Diesen Entscheid habe der Vorstand unabhängig davon getroffen, wie lange in den bevorstehenden Sommermonaten Grossanlässe noch untersagt bleiben. Zur Begründung: «Die engen Altstadtgassen verunmöglichen es, dem jeweils zahlreich aufmarschierenden Publikum, Mindestabstände einzuhalten. Ebenso ist ein Schutzkonzept für das anschliessende Volksfest auf dem Landsgemeindeplatz nicht vernünftig umsetzbar.» Darüber hinaus entfalle auch der traditionsreiche Chriesimärt in diesem Jahr.

Beim Chriesisturm stehen und sitzen die Zuschauer in der Altstadt dicht an dicht.

Beim Chriesisturm stehen und sitzen die Zuschauer in der Altstadt dicht an dicht.

Bild: Stefan Kaiser (Zug, 25. Juni 2018)

Als «kleines Zeichen der Hoffnung» werden die «Chriesigloggen» in Zug und Baar am 21. Juni um 12 Uhr geläutet. Das Glockengeläut der Stadtkirche St.Michael und der Baarer Pfarrkirche St.Martin werde die Chriesiernte einläuten.

Weitere Informationen unter www.zugerchriesi.ch