KANTON ZUG: Weniger Einbrüche, mehr häusliche Gewalt

Die Kriminalstatistik 2015 weist für den Kanton Zug 6'817 Straftaten aus. Dies ist ein Rückgang um elf Prozent im Vergleich zum Jahr 2014. Markant, um 26 Prozent, hat die Zahl der Einbrüche abgenommen.

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Wenn die Gewalt hinter der Wohnungstüre stattfindet: Die Fälle von häuslicher Gewalt haben im Kanton Zug zugenommen. (Bild: Archiv Neue LZ)

Wenn die Gewalt hinter der Wohnungstüre stattfindet: Die Fälle von häuslicher Gewalt haben im Kanton Zug zugenommen. (Bild: Archiv Neue LZ)

Die Abnahme ist hauptsächlich auf deutlich weniger Vermögensdelikte, etwa Laden,- Taschen- sowie Einbruchdiebstähle, zurückzuführen, wie es in der Kriminalstatistik heisst. Pro tausend Einwohner wurden im vergangenen Jahr 44,8 Straftaten aus dem Strafgesetzbuch registriert, gesamtschweizerisch beträgt dieser Wert 59,2 Straftaten pro tausend Einwohner.

Einbrüche am helllichten Tag

554 Einbrüche (2014: 753) verzeichnete die Zuger Polizei 2015.  Einbrecher wählten für ihre Beutezüge oft Standorte entlang von Ausfallachsen und in der Nähe von Autobahnanschlüssen. Viele Einbrüche ereigneten sich am helllichten Tag, während die Bewohner bei der Arbeit waren. Die Aufklärungsquote der Einbruchdiebstähle lag bei 7,6 Prozent (11,4). Zudem wurden 2015 noch 32 Delikte aus dem Jahr 2014 aufgeklärt. Den Rückgang der Einbrüche sieht die Polizei auch als Folge polizeilicher Massnahmen und Kontrolltätigkeiten.

Gewalt in den eigenen vier Wänden

308 Straftaten (+7) wurden registriert. Wegen schwerer Gewalt rückte die Polizei 20 Mal (+5) aus. Zugenommen haben die Delikte im Bereich der häusliche Gewalt, von 157 auf 194 Delikte. 361 Mal (+26 Prozent) intervenierte die Polizei wegen Gewalt in den eigenen vier Wänden.

1545 Beschuldigte ermittelten die Zuger Polizistinnen und Polizisten 2015. Ihnen wurden insgesamt 3371 Beteiligungen an Straftaten zur Last gelegt. 17 Prozent von ihnen waren Kriminaltouristen. Jeder einzelne von ihnen liess sich im Durchschnitt 2,3 Delikte zuschulden kommen.

pd/cv