Kanton Zug
Wer seine Öl- oder Gasheizung durch eine umweltverträglichere Alternative ersetzt, erhält Geld

Das Gebäudeprogramm fördert neu auch den Ersatz von Heizungen durch erneuerbare Systeme. Dazu hat die Regierung den Finanzbeitrag massiv erhöht.

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Gemäss einer Mitteilung der Baudirektion werden drei Viertel der Gebäude im Kanton Zug fossil, das heisst mit Öl oder Gas beheizt. Sie verursachten hohe CO2-Emissionen. «Wer seine alte Öl-, Gas- oder Elektroheizung ersetzt, sollte daher im Hinblick auf den Klimaschutz möglichst ein erneuerbares System wählen.» Über die gesamte Lebensdauer gesehen seien erneuerbare Heizungen «meist günstiger» als fossile. «Wegen der häufig höheren Investitionen greifen jedoch viele Hausbesitzer dennoch auf ein fossiles System zurück.»

Hier will der Kanton mit seinem Gebäudeprogramm Abhilfe schaffen. «Dank zusätzlicher kantonaler Mittel können wir ein grosszügiges Förderprogramm für den Heizungsersatz anbieten», wird der Baudirektor Florian Weber in erwähnter Mitteilung zitiert. Für das laufende Jahr erhöhte der Kanton seinen Beitrag auf 2 Millionen Franken. Zusammen mit den Bundesgeldern stehen für das Gebäudeprogramm 2022 damit 6 bis 7 Millionen Franken zur Verfügung. Die definitive Höhe des Bundesbeitrags steht erst Mitte Jahr fest. Das Programm umfasst den Wechsel auf Wärmepumpen, auf automatische Holzheizungen und auf den Anschluss an ein erneuerbares Wärmenetz.

Beratung vor Ort

Welche erneuerbare Heizungstechnologie eignet sich für meine Liegenschaft? Antwort auf diese Frage liefert nach Behördenangaben die Impulsberatung «erneuerbar heizen». Eine «speziell ausgebildete» Fachperson berät dabei vor Ort. Weiterhin Bestandteil des Programms seien zudem Wärmedämmungen und Minergie-Sanierungen. Bei Letzteren wurden die Fördersätze erhöht. (bier)

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