KANTON: Zug will eine neue Lehre ganz auf Englisch schaffen

Internationale Firmen bilden kaum Lehrlinge aus. Das will das Amt für Berufsbildung ändern – mit einem neuen Angebot.

Christian Glaus
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Für die neue Lehre in Frage kommen junge Leute, die sehr gut Englisch sprechen – und schreiben. (Bild: Getty)

Für die neue Lehre in Frage kommen junge Leute, die sehr gut Englisch sprechen – und schreiben. (Bild: Getty)

Der Kanton Zug will in der Berufsbildung Neuland betreten. Künftig soll es eine Berufslehre geben, die international besser anerkannt wird. Das Mittel dazu: Die Sprache im Unterricht und im Betrieb ist grösstenteils Englisch, auch die Abschlussprüfung wird nicht in einer unserer Landessprachen, sondern in Englisch geschrieben. Das Amt für Berufsbildung hat dazu ein neues Projekt lanciert, welches die Lehre im internationalen Umfeld positionieren soll. Amtsleiter Beat Schuler kann sich vorstellen, dass schon in einem Jahr die erste englische Berufslehre startet, beispielsweise für Informatiker. «In diesem Bereich sehe ich grosses Potenzial. Den Bedarf müssen wir aber noch abklären.» Und nicht nur das; der Kanton Zug muss auch den Bund ins Boot holen. Denn einen englischen Berufsabschluss kennt unser Bildungssystem noch nicht.

Die global tätigen Unternehmen müssten jährlich 20 bis 40 Lehrstellen zusichern, damit sich der Aufbau des neuen Angebots lohnt. Beat Schuler ist überzeugt, dass es möglich ist, genügend Firmen zu finden, die sich beteiligen. Dies, weil auch die internationalen Konzerne den Fachkräftemangel spüren. «Für sie ist es eine Chance, ihre künftigen Experten selber auszubilden», sagt Beat Schuler.

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