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KANTON ZUG: Zug verbaut 16 Fussballfelder in einem Jahr

Im Jahr 2015 wurden im Kanton Zug zwölf Hektaren Bauzone verbraucht. Dies geht aus der aktuellen Bauzonenstatistik hervor. Dieser Wert ist im Vergleich zur übrigen Schweiz tief.
Blick auf den Ortsteil Buonas der Gemeinde Risch. (Bild: Stefan Kaiser)

Blick auf den Ortsteil Buonas der Gemeinde Risch. (Bild: Stefan Kaiser)

Knapp ein Quadratmeter Kulturland verliert die Schweiz pro Sekunde. Umgerechnet wächst die Siedlungsfläche in der Schweiz um 0,77 Quadratmeter pro Sekunde. Im Kanton Zug ist das Wachstum deutlich langsamer, wie die Zuger Baudirektion errechnet hat.

Im Jahr 2015 betrug der Flächenverbrauch 120'000 Quadratmeter. Ende 2015 betrug die Bauzonenfläche 2282 Hektaren. Diese Fläche entspricht rund 11 Prozent der Gesamtfläche des Kantons (ohne Seen). 52 Prozent der Bauzone ist für Wohngebäude reserviert. Rund 330 Hektaren oder 14,5 Prozent der Fläche im Kanton Zug ist unbebaut.

In den elf Zuger Gemeinden sieht das Bild unterschiedlich aus: Mit 68 respektive 63 Hektaren weisen Zug und Baar absolut betrachtet am meisten Bauzonenreserven auf (siehe Grafik).

Ein Rückblick auf sechs Jahre Bauzonenstatistik zeigt, dass der Kanton Zug rund 10 Hektaren Bauzonen pro Jahr verbraucht. Wenn der Verbrauch ins Verhältnis zum generellen Wachstum des Kantons Zug gestellt wird, ist der Verbrauch pro Einwohner und Arbeitsplatz sogar sehr tief. In der gleichen Periode wuchs nämlich die Bevölkerung um fast 10'000 Bewohner und auch die Beschäftigten legten um mehrere Tausend zu.

Zug am effizientesten

Interessant ist der Vergleich des relativen Verbrauchs der überbauten Bauzonen. Am effizientesten nutzt die Stadt Zug die Bauzone: Jede Einwohnerin und jeder Beschäftigte konsumiert im Durchschnitt nur 61 Quadratmeter Bauzonenfläche. Spitzenreiter im Verbrauch sind die Gemeinden Walchwil und Neuheim.

Dies widerspiegelt sich in der unterschiedlichen Siedlungsstruktur der Gemeinden: Prägen in Zug dichte Überbauungen wie die Altstadt oder Neubauquartiere das Bild, ist in Walchwil und Neuheim das Einfamilienhaus die typische Bauform. Interessant ist Menzingen: Bisher eher als ländliche Wohngemeinde verstanden, zeigen die Zahlen, dass die Gemeinde sehr haushälterisch mit dem Boden umgeht. Mit nur 105 Quadratmetern Bauzone pro Einwohner und Beschäftigte liegt Menzingen tiefer als Risch, Hünenberg oder Unterägeri.

Raumplanung Zug auf Kurs

«Diese Erhebungen und Abschätzungen zeigen, dass der Kanton Zug insgesamt haushälterisch mit dem Boden umgeht», wird Urs Hürlimann in einer Mitteilung zitiert. Der Kantonsrat beschloss im Richtplan 2013, dass im Rahmen der nächsten Ortsplanungen keine neuen Einzonungen ins Auge zu fassen sind. Die Siedlungsfläche dehnt sich somit nicht weiter aus.

Die Baudirektion stellt der Bevölkerung im kommenden Herbst die «Grundzüge der räumlichen Entwicklung», als Teil des Richtplans, zur Diskussion. Neben einer neuen Prognose bis ins Jahr 2040, enthält die Strategie auch Leitgedanken für die nächsten 20 Jahre Raumplanung im Kanton Zug. Die Baudirektion hat sich zum Ziel gesetzt, die heute erfreuliche haushälterische Bodennutzung weiter zu intensivieren und gleichzeitig mehr Optionen für die bauliche Verdichtung zu schaffen.

pd/rem

Mehr zum Thema am 11. August in der Neuen ZZ

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