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KANTON ZUG: Zuger Technologiefirmen sind gut unterwegs

Wie jedes Jahr hat der Branchenverein Technologie-Forum Zug eine Umfrage bei seinen Mitgliedern durchgeführt. Aktuell ist die Stimmung positiv. Sorgen bereitet den Unternehmen vor allem die Konkurrenz aus Niedriglohnländern.
Livio Brandenberg
Immer weniger Firmen siedeln sich im Kanton Zug an. (Symbolbild Neue ZZ)

Immer weniger Firmen siedeln sich im Kanton Zug an. (Symbolbild Neue ZZ)

Livio Brandenberg

livio.brandenberg@zugerzeitung.ch

Schon vor rund einem Jahr hiess es: «Positive Stimmung bei Zuger Technologiefirmen». Laut dem Verein Technologie-Forum Zug (TFZ) ist das Jahr 2017 für die rund 120 Technologiefirmen im Kanton Zug und der erweiterten Region, die das TFZ vertritt, noch besser gelaufen. Um herauszufinden, wie die Stimmung in der Branche ist, hat der Zuger Branchenverband, wie jedes Jahr, im Auftrag der Volkswirtschaftsdirektion Zug eine anonymisierte Online-Umfrage zur wirtschaftlichen Entwicklung bei den Mitgliederunternehmen durchgeführt. Die Auswertung der Ergebnisse zeige «ein sehr positives Ergebnis im Geschäftsjahr 2017» und ebenso setze sich «der positive Trend fort in den Prognosen für das Jahr 2018».

Die gute Stimmung belegen die Zahlen aus der Umfrage: So konnten laut TFZ 63 Prozent der Unternehmen den Umsatz steigern und bei 45 Prozent gab es gar eine Steigerung des Reingewinns. Auf der anderen Seite gab gut jede zehnte Technologiefirma an, einen Ertragsrückgang erlitten oder einen Verlust gemacht zu haben – der niedrigste Wert der letzten sechs Jahre. Die grosse Mehrheit der Befragten, rund 85 Prozent, sind mit dieser Entwicklung zufrieden. 13 Prozent dagegen schätzen die Lage als «nicht mehr akzeptabel», allerdings auch «noch nicht als kritisch» ein. Dies ist eine Verbesserung zum Vorjahr, als diese Einschätzung noch von 20 Prozent der Firmen abgegeben wurde.

Einfluss der Frankenstärke lässt nach

Interessant sind die Einschätzungen der Zuger Technologiefirmen zum Euro-Franken-Wechselkurs, der für den Export eine zentrale Rolle spielt. Als die Schweizerische Nationalbank vor drei Jahren überraschend den Euro-Mindestkurs von 1,20 Franken aufhob, gerieten viele Firmen aus der Industrie ins Schleudern. Auf das letzte Jahr zurückblickend sieht nun nur noch die Hälfte der Zuger Technologieunternehmen eine negative Beeinflussung des Geschäftsgangs durch die Frankenstärke – der niedrigste Wert seit 2011. Für das Jahr 2016 gaben noch 70 Prozent der Unternehmen an, die Währung habe den Geschäftsgang negativ beeinflusst. Demgegenüber erklärt in der aktuellen Umfrage gut ein Fünftel der Firmen, der starke Franken habe ihr Geschäft «positiv beeinflusst», was dem höchsten Wert in den vergangenen sieben Jahren entspricht.

Dass es für die Branche ein gutes Jahr war, zeigt sich auch in der Entwicklung des Personalbestands: Bei 47 Prozent der Unternehmen wurde laut eigenen Angaben Personal aufgebaut, bei rund 40 Prozent blieb der Bestand auf dem Vorjahresniveau. Bei der Rekrutierung neuer Mitarbeiter hatten knapp zwei Drittel der Befragten «mehr oder weniger Probleme», die Stellen zu besetzen. Der gleiche Anteil der Unternehmen gibt an, auf ausländische Fachkräfte angewiesen zu sein, wobei die Verfügbarkeit dieser Fachkräfte für die Mehrheit «nicht zielgefährdend» ist. Aussagekräftig sind auch die Angaben zu den offenen Stellen: Denn der Anteil der Unternehmen, die letztes Jahr keine offenen Stellen hatten, war mit 16 Prozent der niedrigste Wert seit 2014.

Verlagerungen ins Ausland kaum eine Option

Eruiert werden in der TFZ-Umfrage aber nicht nur die Einschätzungen zum abgelaufenen Geschäftsjahr, sondern auch die unternehmerischen Prognosen für die kommenden Quartale. Für 2018 erwarten die Zuger Unternehmen ein positives Wirtschaftswachstum in Europa und insbesondere global. Auch in der Schweiz rechnen über 90 Prozent mit einem Wachstum, 16 Prozent sogar mit einem überdurchschnittlichen. Passend dazu: Bei Umsatz- und Ertrag geben die befragten Zuger Firmen eine sehr positive Prognose ab: Über zwei Drittel erwarten eine Umsatzsteigerung und fast gleich viele (63 Prozent) gehen sogar von einer Ertragssteigerung aus. Entsprechend planen 41 Prozent eine Erhöhung des Personalbestandes, gut die Hälfte will das bisherige Niveau beibehalten. Diese positive Erwartungshaltung zeigt sich auch bei den Investitionsvorhaben: So plant knapp jeder fünfte Betrieb überdurchschnittliche Investitionen, etwa zwei Drittel wollen beim durchschnittlichen Investitionsvolumen bleiben.

Die Liste der Herausforderungen führen die Konkurrenz aus Niedriglohnländern und das Finden von Fachkräften an. Einer sinkenden Nachfrage würden die meisten Firmen mit organisatorischen Anpassungen und der Zurückstellung von Investitionen begegnen. Nicht hoch im Kurs stehen Verlagerungen ins Ausland. Bei steigender Nachfrage würden am ehesten Prozesse optimiert und Personal eingestellt.

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