Kanton Zug
Zuwanderung für zwei Drittel des Bevölkerungswachstums verantwortlich

Die Bevölkerung im Kanton Zug ist gemäss den neusten, noch provisorischen Zahlen im Jahr 2020 um 1132 Personen auf insgesamt 128'774 Einwohnerinnen und Einwohner gewachsen (+0,9 Prozent).

Merken
Drucken
Teilen

(haz) Das Wachstum 2020 war gemäss Medienmitteilung der Zuger Fachstelle für Statistik leicht höher als im Vorjahr und lag über dem Durchschnitt aller Kantone von plus 0,7 Prozent. Der Anteil der ausländischen Bevölkerung hat sich geringfügig auf 28,8 Prozent erhöht (Vorjahr: 28,3 Prozent). Im Jahr 2020 zogen 5651 Zugerinnen und Zuger in andere Kantone oder ins Ausland (Vorjahr: 6'080); 6432 Personen sind zugezogen (Vorjahr: 6379). Daraus resultiert ein Wanderungssaldo von 781 Personen (Vorjahr: 299 Personen). Die Zuwanderung war somit für gut zwei Drittel des Bevölkerungswachstums verantwortlich. 2019 hatte der entsprechende Wert bei 40 Prozent gelegen.

Mehr Todesfälle wegen zweiter Coronawelle

2020 sind 863 Zugerinnen und Zuger gestorben. Das sind 72 Todesfälle mehr als im Vorjahr (+9,1 Prozent). Dieser Anstieg hängt auch mit der Covid-19-Pandemie zusammen. Vor allem während der zweiten Welle ab Mitte Oktober kam es auch im Kanton Zug zu mehr Todesfällen im Zusammenhang mit Covid-19, besonders bei älteren Menschen. Insgesamt sind im vergangenen Jahr 60 Menschen im Pensionsalter im Zusammenhang mit Corona gestorben, 53 davon während der zweiten Welle. Die sogenannte Übersterblichkeit macht eine Angabe dazu, wie die Zahl der Todesfälle über dem für eine bestimmte Region und Zeitdauer und erwarteten Bereich liegt. Auch im Kanton Zug war laut Medienmitteilung eine Übersterblichkeit für die über 65-Jährigen im vierten Quartal 2020 erkennbar.

Unterschiedliches Wachstum in den Gemeinden

Die Bevölkerungsentwicklung verlief 2020 innerhalb des Kantons sehr ungleich. Während sich die Einwohnerinnen- und Einwohnerzahl von Walchwil um 2,9 Prozent erhöhte, ist sie in Hünenberg und Menzingen um jeweils 0,2 Prozent zurückgegangen. Am stärksten ins Gewicht fällt aber, dass Risch (plus 220 Personen) und die Stadt Zug (plus 309 Personen) wieder stärker gewachsen sind als im Vorjahr. Zusammen tragen diese Gemeinden 47 Prozent zum kantonalen Bevölkerungswachstums bei.