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KANTON ZUG: Zwei wichtige Jobs werden neu besetzt

Auf Anfang 2019 sind zentrale Stellen in der Verwaltung ausgeschrieben worden. Die kantonale Datenschützerin wird nach einer Amtszeit zurücktreten – die Ombudsfrau nach mehrjähriger Tätigkeit.
Livio Brandenberg
Claudia Mund (links), Zuger Datenschützerin, kandidiert Ende Jahr nicht mehr für das Amt. Ombudsfrau Katharina Landolf tritt nicht zur Wiederwahl an. (Bilder: Werner Schelbert)

Claudia Mund (links), Zuger Datenschützerin, kandidiert Ende Jahr nicht mehr für das Amt. Ombudsfrau Katharina Landolf tritt nicht zur Wiederwahl an. (Bilder: Werner Schelbert)

Livio Brandenberg

livio.brandenberg@zugerzeitung.ch

Die geschalteten Stelleninserate legen es sozusagen offen: Per Anfang 2019 muss der Kanton Zug zwei bedeutende Ämter neu besetzen: Die kantonale Datenschützerin Claudia Mund (45) und auch die Ombudsfrau des Kantons, Katharina Landolf (64), treten nicht mehr zur Wahl an. Die Amtszeit der beiden Frauen läuft Ende dieses Jahres ab.

Dass sie nicht mehr kandidiere, habe private Gründe, sagt Datenschützerin Mund auf Anfrage: «Mein Mann und ich werden auf Ende 2018 unsere Stellen aufgeben, um die Welt zu bereisen. Wir sind schon immer gerne gereist und haben auch schon Sabbaticals gemacht – jedoch nie gemeinsam. Wir möchten einmal ohne Verpflichtungen in die Zukunft schauen und unsere Reisepläne verwirklichen.» Trotz der längeren Auszeit werden sie und ihr Mann aber im Kanton Zug wohnhaft bleiben. «Uns gefällt es sehr gut hier.»

«Konnte in meiner Zeit einiges bewirken»

Im letzten Sommer hatte sich Mund kritisch zur finanziellen Situation bei der Datenschutzstelle geäussert. Sie habe nicht die personellen Ressourcen zur Verfügung, um den gesetzlich vorgeschriebenen Aufgaben nachzukommen. Heute sagt die Juristin: «Die Frage nach den fehlenden Ressourcen steht nach wie vor im Raum. Was ich im letzten Sommer gesagt habe, gilt auch weiterhin.» Sie betont aber, dass dies «nicht der Rücktrittsgrund» sei. Sie habe den Job sehr gerne gemacht und habe auch das Gefühl, das sie «einiges bewirken konnte in meinen dann vier Jahren im Amt».

Doch es sei ihr nun wichtiger, diese Chance mit ihrem Mann zu ergreifen, «auch wenn es mir ein wenig schwerfällt. Man hat ja immer ein lachendes und ein weinendes Auge, wenn man eine Stelle aufgibt», so Mund. Noch sei aber nicht der 31. Dezember. So sagt sie auch: «Ich bin nach wie vor voll motiviert und werde mich bis Ende des Jahres zu 100 Prozent für den Datenschutz im Kanton Zug einsetzen.»

Auch wenn sie noch elf Monate als Datenschützerin wirken wird, blickt Claudia Mund bereits zurück auf ihre bisherige Amtszeit. Nach den Höhepunkten gefragt, sagt sie: «Am positivsten fand ich jeweils, wenn die Leute in der Verwaltung frühzeitig zu mir gekommen sind, um an einer Vorlage zu arbeiten, wenn also der Regierungsrat oder die zuständigen Juristen mich von Anfang an involviert haben.» Diese Zusammenarbeit habe ihr «sehr gut gefallen». Genauso, wie wenn Vertreter aus den Gemeinden zu ihr gekommen seien, um ein mögliches Problem zu besprechen. Mund: «Mir war und ist es allgemein wichtig, eine Lösung zu bieten und nicht einfach zu sagen ‹Das oder das geht nicht›.»

Private Gründe bewogen auch die Ombudsfrau des Kantons Zug, die Zürcher Rechtsanwältin Katharina Landolf, dazu, ihr Amt Ende 2018 nach acht Jahren niederzulegen: «Dass ich nicht mehr zur Wahl antrete, ist rein altersbedingt. Ich bin nun 64, und die Amtszeit läuft aus», sagt sie. Die neutrale Ombudsstelle vermittelt bei Konflikten zwischen der Bevölkerung und der Verwaltung. Sie prüft etwa, ob die Bürger von der Behörde richtig – sprich: rechtmässig und verhältnismässig – behandelt wurden. Auf der anderen Seite schützt sie die Verwaltung vor unrechtmässigen Vorwürfen. Diesen Job mache sie «sehr gerne», sagt Lan­dolf, «denn es ist eine äusserst interessante Aufgabe.»

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