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KANTON: Zuger Polizei hat ein Auge auf Drohnen

Zehn Korps in der Schweiz benutzen bereits die unbemannten Fluggeräte für ihre Arbeit. In Zug ist das derzeit noch kein Thema. Man will noch etwas auf die Erfahrungen der Vorreiter warten.
Eine Drohne des Typs Octocopter trägt eine Spiegelreflexkamera. Im Februar 2016 wurde bekannt, dass die Gemeinde Horw mit Drohnen Luftaufnahmen von den Grundstücken am Seeufer erstellen liess. (Bild: Christian Beutler / Keystone)

Eine Drohne des Typs Octocopter trägt eine Spiegelreflexkamera. Im Februar 2016 wurde bekannt, dass die Gemeinde Horw mit Drohnen Luftaufnahmen von den Grundstücken am Seeufer erstellen liess. (Bild: Christian Beutler / Keystone)

Ein Surren in der Luft, begleitet von einem Motorengeräusch: Das ist immer öfter zu hören. Grund dafür ist der vermehrte Einsatz von Drohnen. Sowohl Private wie auch Firmen und teilweise sogar offizielle Stellen benutzen immer öfter die unbemannten ferngesteuerten Fluggeräte für verschiedene Zwecke.

Auch die Polizeikorps der Schweiz sollen vermehrt von diesen Geräten Gebrauch machen. Wie es in einem Bericht der «Sonntagszeitung» vom 25. Februar heisst, empfiehlt eine Arbeitsgruppe der Konferenz der kantonalen Polizeikommandanten (KKPKS) den Korps den Einsatz von Drohnen. «Statt mit Fahrzeugen oder Helikoptern kann die Verfolgung von Verbrechern auch mit Drohnen aufgenommen werden», wird die Sprecherin des KKPKS im Artikel zitiert. So könnten die Fluggeräte etwa für die Dokumentation von Unfällen oder Tatorten aus der Luft benutzt werden. Auch für Einsätze auf dem Wasser, für Suchaktionen oder Aufklärungs- und Erkundungsflüge eignen sich die Geräte. Gemäss der «Sonntagszeitung» verfügen derzeit zehn Korps in der Schweiz über Drohnen – unter anderem die Nidwaldner Polizei und die Kantonspolizei Zürich.

Warten auf die Ergebnisse

Für die Zuger Polizei ist der Einsatz von solchen Fluggeräten aktuell noch kein Thema. Derzeit sind die Zuger weder im Besitz von Drohnen noch prüfe man eine Anschaffung, sagt Mediensprecherin Judith Aklin. Dass sich die Zuger Polizei deswegen aber nicht für die neuen Methoden interessiert, das soll daraus nicht abgeleitet werden, wie Aklin betont. «Selbstverständlich prüfen wir die Entwicklung dieser Geräte.» Ausserdem warte man die Ergebnisse der Arbeitsgruppe der Konferenz der kantonalen Polizeikommandanten ab. Dass sich die Zuger Polizei in Sachen Drohnen bisher eher zurückgehalten hat, hat vor allem mit der kantonalen Finanzlage zu tun. «In Zeiten des Sparens konnten wir hier nicht in den vordersten Rängen mitentwickeln», erklärt Aklin. Man werde in dieser Frage aufgrund der Erfahrungen der «Vorreiter» beurteilen, ob und in welcher Form die Zuger Polizei Drohnen zukünftig benötige beziehungsweise einsetzen werde, führt Aklin weiter aus.

Bereits Erfahrungen mit Drohnen hat die interkantonale Strafanstalt Bostadel in Menzingen gemacht. Allerdings weniger mit dem eigentlichen Einsatz der Fluggeräte, sondern mehr mit deren Abwehr. So hat die Strafanstalt im vergangenen Jahr eine Detektionsanlage installiert. Diese Anlage ermöglicht die Früherkennung von Drohnen. Stürzen diese auf dem Gelände der Strafanstalt ab, landen sie dort oder werfen sie etwas ab, können die Fluggeräte mit diesen Anlagen lokalisiert werden. So sollen unter anderem Schmuggelversuche durch die Luft verhindert werden. Denn solche Schmuggelversuche hat es bereits gegeben. So versuchten Unbekannte im Jahr 2014 von ausserhalb der Strafanstalt mittels einer Drohne ein Handy in das Gefängnis zu transportieren. Das Gerät wurde aber abgefangen. Die Aufrüstung gegen Drohnen verursachte der Strafanstalt Kosten von 170 000 Franken.

Samantha Taylor

samantha.taylor@zugerzeitung.ch

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