KANTONALER RICHTPLAN: Der stete Tropfen höhlt den Hirzeltunnel

Nach 25 Jahren ist das Komitee Pro Hirzeltunnel seinem Ziel näher: Die Regierung will den Strassentunnel wieder in den Richtplan aufnehmen.

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Der Hirzeltunnel soll dem ewigen Stau ein Ende machen. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Der Hirzeltunnel soll dem ewigen Stau ein Ende machen. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Der Apéro des Komitees an der Morgenthalkreuzung in der Gemeinde Hirzel fand vor der üblichen abendlichen Verkehrskulisse statt.

Ein Auto reihte sich an das nächste – hier gehört der Stau zum Alltag. Angesichts des unablässigen Verkehrsstroms meinte der Zuger Beny Hegglin, der seit den Anfängen beim Komitee Pro Hirzeltunnel dabei ist: «Wenn Private den Tunnel bauen könnten, dann hätten wir diese Verbindung schon längst.»

Hirzel soll in die Kompetenz des Bundes übergehen
Als Erster von fünf Rednern sprach der Zuger Baudirektor Heinz Tännler. Er fasste die bisherige, zum Teil langwierige Entwicklung zusammen und wagte dann einen optimistischen Blick in die Zukunft. «Die Regierung beantragt dem Kantonsrat, den Hirzel wieder in den Richtplan aufzunehmen», sagte Tännler und zeigte sich zuversichtlich, dass das Parlament diesem Antrag in der nächsten Sitzung folgen wird.

Die beiden Kantone Zug und Zürich haben einen zweispurigen Tunnel in der Grössenordnung von 300 Millionen im Auge mit der Option für den späteren Ausbau als vierspurige Autobahn. Zu diesem Zweck soll der Hirzel ins Nationalstrassennetz integriert werden und in die Kompetenz des Bundes übergehen.

«Was gut werden soll, braucht Zeit»
Die anwesenden Bundesparlamentarier, darunter der Zuger Nationalrat Marcel Scherer, wurden aufgefordert, sich für das Vorhaben starkzumachen. Wieland wollte sich jedoch auf keinen Zeitplan festlegen. Sollte der Hirzel ins Nationalstrassennetz aufgenommen werden, dann müssen zuerst die neuen Besitzverhältnisse rechtlich verankert werden.

Auch Leo Lorenzo Fosco, Präsident der Pro Natura Zürich, spricht sich für den Tunnel aus. Er sieht darin vor allem «einen ökologischen Mehrwert für den Sihlwald und die Moränenlandschaft». Angesichts des unsicheren Zeitplans sagte er: «Etwas, was gut werden soll, braucht eben Zeit.»

Hansruedi Hürlimann

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Zuger Zeitung.