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Der Zuger Kantonale Seniorenverband startet eine Netzwerk-Offensive

Der Seniorenverband will den Kontakt zu seinen Mitgliedern verstärken und organisierte deshalb einen Anlass für Vertreter von Freiwilligenorganisationen. Die Erwartungen sind vielfältig, wie sich an der Veranstaltung zeigte.
Rahel Hug

Die Freiwilligenorganisationen im Altersbereich stärken: Mit diesem Ziel hat der Kantonale Seniorenverband Zug (KSVZ) am Mittwoch, 15. Mai, ein Treffen im Zentrum Chilematt in Steinhausen organisiert. Die Organisationen sollen einander kennenlernen, Impulse für ihre eigene Arbeit erhalten und damit voneinander profitieren, so die Absicht des Verbandes. «Senioren für Senioren» lautete das Motto des Treffens, an dem laut Arthur Huber, Vizepräsident des KSVZ und zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, rund 60 Personen teilgenommen haben.

Die Anregung, einen solchen Anlass durchzuführen, kam aus einer gemeindlichen Freiwilligenorganisation, wie Huber informiert: «Eine Schwierigkeit unseres Verbandes war, dass wir uns zwar um die Alterspolitik profilierten und einen guten Kontakt zu den Behörden aufbauten, aber uns eigentlich der Kontakt zu den Mitgliedern fehlte.» Man wolle die Arbeit mehr auf die Mitglieder ausrichten.

Grosse Gemeinwesen sind eher anonymer

Am Anlass haben sich 14 Freiwilligenorganisationen vorgestellt. Zum Beispiel der Altersrat Ägerital, Benevol Zug oder die Aktiven Senioren Risch-Rotkreuz/Meierskappel, um nur einige zu nennen. In Gruppenarbeiten wurden danach Erwartungen an den KSVZ formuliert. «Im Kanton Zug gibt es im Altersbereich ein grosses Angebot an kulturellen und sportlichen Freizeitaktivitäten», fasst Arthur Huber zusammen. «Allerdings ist dieses nicht gleichmässig ausgeprägt. Generell stellen wir fest, dass die Freiwilligenorganisationen in kleineren Gemeinden eher besser ausgebildet sind.» Grosse Gemeinwesen seien eher anonymer. Dort wolle man in Zusammenarbeit mit Organisationen vor Ort ansetzen.

Die Erwartungen an den KSVZ seien vielfältig, ergänzt Huber. So wünscht man sich beispielsweise, dass der Verband öffentliche Veranstaltungen zu aktuellen Themen wie etwa Wohnen im Alter oder Rentensicherung organisiert. Ein Thema ist auch die Digitalisierung. Hier wünschen sich die Teilnehmer, dass der KSVZ Gegensteuer gibt beziehungsweise Hilfen aufzeigt. Etwa in den Bereichen E-Banking, Steuererklärung oder Online-Ticketkauf. Ebenfalls ein Anliegen ist, dass sich der Verband unter anderem gegen einen Rentenabbau, für die Sicherstellung der Pflege sowie die Sicherung von Arbeitsplätzen für über 50-Jährige einsetzt. Die Rückmeldungen an der Veranstaltung seien positiv gewesen, resümiert Huber. Der Informationsaustausch sei sehr geschätzt worden.

Frauen für die Vorstandsarbeit gesucht

Welches sind die nächsten Schritte? «Wir werden die Ergebnisse nun sichten, ordnen und priorisieren», führt der Vizepräsident aus. Es sei vorgesehen, jährlich einen Anlass vor allem für die Mitglieder durchzuführen. Um weitere Projekte aufzugleisen, brauche es zusätzlich motivierte Personen für die Vorstandsarbeit, fügt er hinzu. «Besonders gefragt sind Frauen, da heute diesbezüglich ein krasses Ungleichgewicht besteht.»

Der Kantonale Seniorenverband Zug ist ein gemeinnütziger und unabhängiger Verein, der 1991 als «Kantonaler Rentnerverband» gegründet wurde. Der Verband versteht sich als Sprachrohr der Seniorinnen und Senioren im Kanton Zug und ist Mitglied des Schweizerischen Verbandes für Seniorenfragen (SVS). Mitglieder sind Gemeinde-, aber auch Firmengruppen, Genossenschaften, Kirchen und weitere Organisationen. Der KSVZ vertritt rund 3300 Mitglieder, was 14 Prozent der über 65-jährigen Bevölkerung im Kanton Zug entspricht. Erklärtes Ziel des KSVZ ist es, diesen Anteil in absehbarer Zeit auf 30 Prozent zu erhöhen.

Weitere Informationen gibt es unter www.seniorenzug.ch.

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