KANTONALTURNFEST: Gleichberechtigung ist hier Programm

Turnen verbindet Generationen. Dafür ist das Zuger Kantonalturnfest vom Wochenende ein schlagender Beweis.

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Am Sonntag gab es einen Rekordversuch im Kopfstandstehen. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Am Sonntag gab es einen Rekordversuch im Kopfstandstehen. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Grossmütter und ihre Enkel können sich bei diesem Event problemlos in eine der angebotenen Wettbewerbe eintragen. Das verwundert nicht. 33 Disziplinen gehören in Menzingen zum Programm. Einige davon sind selbst für Rentner über 80 Jahre noch geeignet. Frei nach dem Motto: Einmal Turner, immer Turner.

«Wir können ohne Zeitdruck an einem Test teilnehmen», sagt Margrit Nussbaumer vom STV Unterägeri, die mit ihrer 50plus-Equipe an den Start geht. Gefragt sind Geschicklichkeit, Kraft und das Halten des Gleichgewichts. Aber auch etwas Wissen hilft, das Punktekonto zu vergrössern. Eine Rangliste wird hinterher zwar nicht erstellt, aber untereinander werden die Resultate schon verglichen.

Der Spassfaktor zählt
Wie überall im Turnsport sind gemischte Teams Alltag. Die Frauen mögen zwar oft in der Mehrzahl sein, aber das wird nicht thematisiert. «Jede Person kann bei uns mitmachen. Sie muss ihren Spass daran haben», sagt Nussbaumers Vereinskollegin Judith Keiser. Für sie ist klar: Wir sind Breitensportler.

Nach der Teamaerobic-Vorführung sind sie und ihre Kolleginnen geschafft: «Sich drei Minuten in dieser Art zu bewegen, geht ganz schön in die Knochen.» Wenn sich auch noch Männer zur Gruppe gesellen würden, wäre das gut fürs Programm. Dann trägt Keiser einer häufig gehörten Durchsage beim Kantonalturnfest Rechnung: «Bitte trinken Sie viel, vor allem Wasser.»

Marco Morosoli

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Zuger Zeitung.