KANTONSPITAL: Rechnet das Spital korrekt ab?

Das Zuger Kantonsspital rechnet nach Fallkostenpauschale ab.In einem Fall, den der «Beobachter» aufgegriffen hat, wirft ein Experte dem Spital Fehlcodierung vor.

Drucken
Teilen
Der Eingang des Kantonsspitals. Themenbild. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Der Eingang des Kantonsspitals. Themenbild. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Für eine Schulteroperation und 28 Stunden Aufenthalt stellte das Spital einem Patienten eine Rechnung über 20'220 Franken aus. Der hohe Betrag machte den 53-Jährigen stutzig. Nach der zweiten Schulter-OP sah er sich in seinen Zweifeln bestärkt: Für den identischen Eingriff stellte das Spital 2292 Franken in Rechnung.

Wie der «Beobachter» nun schreibt, liegt das am Rechnungssystem. Weil das Spital nach Fallkostenpauschale abrechnet, werden nicht die Arbeitsschritte verrechnet. Über den Betrag entscheidet, welcher Fallgruppe der Patient zugeordnet wird.

Im vorliegenden Fall ortet ein unabhängiger Spezialist eine Fehlcodierung: Der Mann wurde fälschlicherweise der Gruppe «grosse Schultereingriffe mit Komplikationen» zugeordnet - «normaler Schultereingriff ohne Komplikationen» hätte ausgereicht. In Fachkreisen habe dieses Vorgehen System und den Namen Upcoding.

Chantal Desbiolles


Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zuger Ausgabe der «Zentralschweiz am Sonntag» vom 22. März.