KANTONSRAT: 700'000 Franken für die Auslandhilfe

Die Rechnung des Kantons Zug schloss im vergangenen Jahr mit einem Überschuss von 162,2 Millionen Franken. 0,4 Prozent davon – oder knapp 700'000 Franken – lässt der Kantonsrat Hilfsprojekten im Ausland zukommen.

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Der Kanton Zug spendet 700'000 Franken für Kleinbauern in Indien. (Bild Keystone)

Der Kanton Zug spendet 700'000 Franken für Kleinbauern in Indien. (Bild Keystone)

691'000 Franken reichen als Auslandhilfe. Das beschloss der Kantonsrat am Donnerstag, als er sich in zweiter Lesung mit der Verwendung des Ertragsüberschusses von 162,2 Millionen Franken aus dem vergangenen Jahr befasste.

Am meisten Geld, nämlich 240'000 Franken, erhält das Hilfswerk evangelischer Kirchen in der Schweiz (Heks). Das Heks will den Betrag für Kleinbauern in Indien einsetzen. Sämtliche vom Kantonsrat freigegebenen Beiträge werden an Entwicklungshilfeorganisationen ausgerichtet.

SP-Vorstoss blieb chancenlos
Abgelehnt hat der Kantonsrat einen Antrag der SP-Fraktion. SP- Sprecher Martin B. Lehmann wollte seine Motion «Recht auf Nahrung ist ein Menschenrecht» auf der Traktandenliste des Rats belassen, die Regierung beantragte die Streichung von der Geschäftsliste.

Das Parlament entschied sich mit 47 zu 18 (ausschliesslich linken) Stimmen, den Vorstoss definitiv abzuschreiben. Lehmann wollte die Regierung mit seiner Motion verpflichten, von der Hungerkrise betroffenen Ländern einen substanziellen Beitrag auszurichten. Der Regierungsrat hätte dafür dem Kantonsrat einen entsprechenden Beschluss unterbreiten müssen.

sda