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KANTONSRAT: Anzahl Politiker im Kantonsrat: Noch hat Unterägeri die Nase vor Baar

An der kommenden Wahl für das Parlament schickt Baar 15 und Unterägeri 6 Politiker ins Regierungsgebäude nach Zug. Doch in vier Jahren sieht diese Rechnung mit grösster Wahrscheinlichkeit anders aus.
Der Zuger Kantonsrat stimmte dem neuen Gesetz für Sträucher und Bäume zu. Im Archivbild: Eine Sitzung des Zuger Kantonsrat im Jahr 2014. (Archivbild)

Der Zuger Kantonsrat stimmte dem neuen Gesetz für Sträucher und Bäume zu. Im Archivbild: Eine Sitzung des Zuger Kantonsrat im Jahr 2014. (Archivbild)

Am 7. Oktober 2018 wählen die Stimmbürger des Kantons Zug ihren neuen Kantons- und Regierungsrat. Gleichzeitig finden die Gemeinderatswahlen sowie in der Stadt Zug die Stadtratswahl und die Wahlen in den Grossen Gemeinderat statt.

Und an der nächsten Sitzung des Kantonsrats von morgen Donnerstag wird beschlossen, dass sich bei der Zuteilung der Kantonsratsmandate an die Gemeinden im Vergleich zu den Wahlen 2014 nichts ändern wird. Dies ist der entsprechenden Vorlage des Regierungsrats zu entnehmen, die im Rat wohl ohne Diskussionen behandelt und verabschiedet wird. Denn das Ja scheint reine Formsache.

Wenige Einwohner entscheiden

Doch der Status quo ist trügerisch. Denn nur sehr wenig hat gefehlt, und es hätte für die Wahlen 2018 eine Verschiebung resultiert. Nur gerade 37 Einwohner gaben nämlich den Ausschlag, dass Unterägeri nicht ein Kantonsratsmandat an Baar verloren hat. So bekommt Unterägeri nebst seinen fünf Vollmandaten dank einem Rest von 781 Einwohnern weiterhin ein Restmandat. Baars Rest beträgt hingegen «nur» 744 Einwohner, weshalb es auf seinen 15 Mandaten sitzen bleibt.

Ein Blick zurück zeigt: Vor vier Jahren verlor Walchwil einen erst im Jahr 2010 hinzugewonnenen Sitz an Risch. Damals verloren Menzingen und Steinhausen je einen Kantonsratssitz, die Walchwil und Zug ergatterten. Und 2006 bestand die Veränderung darin, dass Baar einen Sitz an Hünenberg verlor.

Genau genommen werden im kommenden Jahr nur 78 Mandate rechnerisch und gemäss der Einwohnerzahl verteilt. Denn Neuheim erreicht mit 2219 Einwohnern per Ende 2016 das Quorum für zwei Mandate nicht. «Es sind deshalb der Gemeinde Neuheim vorweg zwei Sitze zuzuteilen», wie der Regierungsrat in seiner Botschaft schreibt und was gemäss Wahlgesetz entsprechend garantiert ist.

Baar und Zug in der ersten Reihe

Ein Blick in die Zukunft zeigt, dass Unterägeri um sein Restmandat mächtig bangen muss. Denn Baar wächst bekanntlich stark, und je nach Stand der heute geplanten und in vier Jahren vollendeten und bezogenen Wohnungen, könnte der Sitz vom «Berg» ins «Tal» wechseln. Auch die Stadt Zug ist tüchtig gewachsen und wird immer grösser. Bekam die Stadt 2012 ihren 19. Kantonsratssitz noch als Restmandat, stehen per Ende 2016 bereits wieder 183 «Resteinwohner» zu Buche. Gut möglich also, dass auch Zug auf einen zusätzlichen Kantonsratssitz zusteuert.

Für Spannung bei der Verteilung der Kantonsratssitze ist damit vor allem in der Zukunft gesorgt.

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

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