KANTONSRAT: Belvedere: So soll es jetzt weitergehen

Die Zuger Regierung will für das ehemalige Kantonsspitalareal eine städtebauliche Studie in Auftrag geben. Dies hat sie zusammen mit dem Stadtrat von Zug entschieden. Die temporäre Einrichtung von Pflegebetten schliesst die Regierung aus.

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Blick auf das alte Kantonsspital. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Blick auf das alte Kantonsspital. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Weiter geprüft werde ein Verkauf des Areals, jedoch nicht zu einem günstigen Preis und nicht sofort, sagte Baudirektor Heinz Tännler (SVP) am Donnerstag im Kantonsrat. Die Stadt könne ein möglicher Käufer sein.

Tännlers Ausführungen bezogen sich auf eine am 29. September eingereichte Interpellation der Alternativen Fraktion. Tags zuvor lehnten die Stadtzuger Stimmbürger den Bebauungsplan Belvedere ab.

Fünfsternehotel war geplant
Auf dem Areal des ehemaligen Kantonsspitals am Ufer des Zugersees hätten ein Fünfsternhotel, eine Seniorenresidenz für Vermögende, zwei Hochhäuser mit Eigentumswohnungen und ein Luxushotel entstehen sollen.

Wäre der Bebauungsplan vom Volk gutgeheissen worden, hätten private Investoren dem Kanton für den Kauf des 27'000 Quadratmeter grossen Areals 35 Millionen Franken überwiesen.

Keine Pflegebetten
Ausgeschlossen hat Tännler am Donnerstag eine Nutzung des Areals für die stationäre Langzeitpflege. Die bestehenden und geplanten Pflegebetten in der Stadt Zug würden reichen, sagte Tännler.

Die Fraktionen reagierten unterschiedlich auf die Ausführungen des Baudirektors. Alternative und Sozialdemokraten begrüssten die Pläne der Regierung, eng mit dem Stadtrat zusammenzuarbeiten. Die SVP hingegen warnte vor einem Verkauf an die Stadt.

sda