KANTONSRAT: Fünf Tage Vaterschaftsurlaub sind genug

Das Zuger Parlament will Kantons­angestellten maximal fünf Tage Vaterschaftsurlaub gewähren. Die Ratslinke forderte zehn Tage ab dem zweiten Kind.

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Zug gewährt seinen Kantonsangestellten fünf Tage Vaterschaftsurlaub. (Symbolbild Remo Nägeli/Neue LZ)

Zug gewährt seinen Kantonsangestellten fünf Tage Vaterschaftsurlaub. (Symbolbild Remo Nägeli/Neue LZ)

Als die drei SP-Kantonsrätinnen Christina Huber, Christina Bürgi Dellsperger und Bettina Egler im September 2007 in einer Motion einen längeren Vaterschaftsurlaub forderten, galten für Kantonsangestellte noch zwei Tage.

Seit Anfang dieses Jahres gewährt der Kanton Zug Vätern jedoch einen Urlaub von fünf Tagen - und dabei bleibt es. Das Parlament wies die weitergehenden Forderungen der Motionärinnen mit 48 zu 20 Stimmen ab.

Wären die Motionsanliegen vom Rat übernommen worden, hätte die Regierung das Personalgesetz ändern müssen. Väter hätten demnach bei der Geburt des ersten Kindes fünf Tage bezahlten Urlaub erhalten und ab dem zweiten zehn Tage.

Auf Gesuch hin hätte Vätern zudem während des ersten Lebensjahres des Kindes ein unbezahlter Urlaub von bis zu 12 Wochen bewilligt werden müssen.

Zug im Vergleich an der Spitze
Finanzdirektor Peter Hegglin (CVP) wollte von den Anliegen der SP- Rätinnen nichts wissen. Der Kanton Zug stehe im Vergleich mit anderen Kantonen gut da. Kein anderer Kanton gewähre mehr als fünf Tage bezahlten Vaterschaftsurlaub, viele wesentlich weniger.
Ausserdem würden Gesuche für unbezahlten Urlaub in der Regel bewilligt.

Motionärin Christina Huber und der alternative Fraktionssprecher Stefan Gisler wiesen auf Unternehmen hin, die grosszügigere Regelungen kennen. Die Zuger Regierung verpasse es, ein Zeichen zu setzen, sagte Huber.

sda