KANTONSRAT: Jetzt geht es auch um den Zimmerberg-Tunnel

Am 9. Dezember wird über den Bahnausbau abgestimmt. Für die Zuger Regierung steht dabei die schnelle Verbindung nach Zürich auf dem Spiel.

Marco Morosoli
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Für die Bahninfrastriuktur werden am 9. Februar die Weichen gestellt. (Bild: Keystone)

Für die Bahninfrastriuktur werden am 9. Februar die Weichen gestellt. (Bild: Keystone)

Demnächst stimmt der Souverän über die Finanzierung und den Ausbau der Bahninfrastruktur (Fabi) ab. In diesem Bundesbeschluss sind auch die Projektierungskosten des Kapazitätsausbaus des Korridors Thalwil–Zug festgeschrieben. Der Zeithorizont für den ersten Ausbauschritt reicht bis 2025. Der Regierungsrat hat nun seine Haltung in dieser Sache ausführlich kundgetan. Gelegenheit dazu boten ihm zwei Interpellationen zur Fabi-Vorlage und zum geplanten Bau des Zimmerberg-II-Basistunnels (ZBT II; Thalwil–Litti). Sie wurden von Daniel Thomas Burch (FDP, Risch), Thomas Lötscher (FDP, Neuheim) und Martin Stuber (die Alternative – die Grünen, Zug ) deponiert.

Gut überlegte Allianzen

Eines macht der Regierungsrat in seinen ausführlichen Antworten klar: «Nur mit Fabi ist die Projektierung und Realisierung des ZBT II finanzierbar. Im Falle einer Ablehnung von Fabi würde die Realisierung noch weiter in die Ferne rücken.» Das gleiche Szenario gelte auch für allfällige Varianten. Um die schnellere Verbindung ans linke Zürichseeufer zu erhalten, setzt die Zuger Exekutive auf Allianzen mit anderen Kantonen. Dabei müssen Schulterschlüsse, so die Regierung, aufgrund regionaler Interessen gut überlegt sein. Der Kanton Zürich habe zum Beispiel andere Prioritäten und setze wohl eher auf den Ausbau des Bahnhofs Stadelhofen oder den Brüttenertunnel, welcher zwischen Zürich und Winterthur erstellt werden soll. Derweil haben die Luzerner ihren Durchgangsbahnhof im Fokus.

Dazu schreibt die Regierung: «Vor diesem regionalpolitischen Hintergrund besteht das Risiko, das es für die Achse Zug–Zürich keine ausreichende Interessenvertretung gibt. Erfahrungsgemäss ist es ungenügend, wenn Zug allein dafür kämpft.» Unmissverständlich stellt die Regierung in der Interpellationsantwort fest: «Ohne Zürich geht es nicht.