KANTONSRAT: Jetzt wird in Zug die Jugendgewalt angepackt

Das Parlament ist sich einig: Gegen Jugendgewalt muss mehr unternommen werden. Seine Forderungen gehen weiter als die der Regierung.

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(Gestellte Aufnahme, Symbolbild Keystone)

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Sämtliche Fraktionen an der Kantonsratssitzung vom Donnerstag waren der Meinung, dass bisher zu wenig gegen die Jugendgewalt-Problematik unternommen wurde. «Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass Sicherheitsdefizite vorhanden sind», sagte SVP-Fraktionschef Moritz Schmid (Walchwil). «Jugendgewalt besteht und muss als Problem ernst genommen werden», bilanzierte auch SP-Kantonsrat Eusebius Spescha (Zug). Und CVP-Parteipräsident Andreas Huwyler (Hünenberg) fand: «Die Politik steht in der Verantwortung, Lösungen zur Eindämmung von Gewalt zu suchen.»Doch bei der Art und Weise, wie diese angepackt werden soll, gingen die Ansichten auseinander.

Härtere Gangart gefordert
Die SVP taxierte die Haltung der Regierung und Justiz gegenüber Gewalt von jungen Ausländer als «zu nett» und forderte eine härtere Gangart. Die FDP, die CVP und die SP bemängelten eine unkonsequente Umsetzung des Strafrechts. Sicherheitsdirektor Beat Villiger wies diese Vorwürfe zurück.

Trotz der Meinungsverschiedenheiten begrüssten alle Parteien das Projekt «Gemeinsam gegen Gewalt» (siehe Kasten). «Wir sind damit auf dem richtigen Weg», sagte Markus Scheidegger (CVP, Risch-Rotkreuz). «Es handelt sich wirklich um mehr als nur einen Papiertiger», stellte Thomas Lötscher (FDP, Neuheim) fest. Sicherheitsdirektor Villiger bat die Kantonsräte abschliessend: «Wir haben uns die Messlatte hoch gesteckt, lassen Sie uns nun arbeiten.»

Andreas Oppliger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Zuger Zeitung.