KANTONSRAT: Kantonsrat will Prävention nicht forcieren

Um homo- und bisexuelle Jugendliche vor Suizid zu schützen, will der Kanton nicht mehr unternehmen. Getan werde genug.

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Der alternativ-grüne Kantonsrat Rupan Sivaganesan. (Archivbild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Der alternativ-grüne Kantonsrat Rupan Sivaganesan. (Archivbild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Im Kanton Zug haben sich zwischen 1991 und 2007 314 Menschen umgebracht. Die im schweizweitern Vergleich tiefe Rate wird auf die niedere Bereitschaft der Männer zurückgeführt; die Quote der Frauen jedoch liegt an der Spitze. Die Untersuchung, welche diese Zahlen hervorbrachte, listet darunter auch acht Jugendliche unter 18 Jahren auf – deren sexuelle Orientierung ist ungeklärt. Die geschlechtliche Ausrichtung und auch der Migrationshintergrund habe aber einen entscheidenden Einfluss, betont der Zuger Kantonsrat Rupan Sivaganesan, Mitglied der Alternativen Grünen Fraktion.

Der Politiker hat sich daher bei der Regierung erkundigt, wie sie dieser Problematik Rechnung trägt. Es sei bekannt, dass homo- und bisexuelle Jugendlichen öfters psychische Probleme hätten, was sie anfälliger für Krisen mache. «Diese Jugendlichen werden mithin angemessen berücksichtigt», so die Regierung. Man habe «keine nennenswerte Akzentuierung der Problematik» geortet.

Chantal Desbiolles

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Zuger Zeitung.