KANTONSRAT: Mehr Zeit für Pilotprojekt «Pragma»

Der Zuger Kantonsrat gibt den sechs Ämtern, die mit Leistungsaufträgen und Globalbudgets arbeiten, bis Ende 2010 Zeit, die Pilotphase abzuschliessen. Das ist ein Jahr länger als geplant.

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Sechs Ämter der kantonalen Verwaltung werden seit 2005 von einer kantonsrätlichen Kommission genau beobachtet – weil sie Leistungsaufträge und Globalbudgets einhalten müssen. Was andernorts als wirkungsorientierte Verwaltungsführung bezeichnet wird, heisst im Kanton Zug «Pragma».

Am Donnerstag nun hat das Parlament ohne Opposition entschieden, das Pilotprojekt bis Ende 2010 zu verlängern. Ursprünglich wollte die Regierung die Testphase ein Jahr früher abschliessen. Laut Finanzdirektor Peter Hegglin (CVP) brauche man mehr Zeit für die Vorbereitung der Beschlüsse, mit denen die flächendeckende Einführung gefordert werden soll.

Differenzen bei Ausdehnung absehbar
Ob 2011 alle kantonalen Ämter mit Leistungsaufträgen und Globalbudgets arbeiten, steht jedoch auf der Kippe. Die Regierung will im Organisationsgesetz Ausnahmen zulassen. Für die vorberatende Kommission, präsidiert von Karl Nussbaumer (SVP), sind Ausnahmen tabu. Die Fraktionen der Alternativen und der SP stehen «Pragma» skeptisch gegenüber, die Bürgerlichen begrüssen das Projekt ausdrücklich.

sda