KANTONSRAT: Parlamentarier fordern Bau der Arkade

Alle drei Menzinger Kantonsräte verlangen in einer Motion, dass die Sanierung der Ortsdurchfahrt wie geplant umgesetzt wird und nicht dem Entlastungsprogramm zum Opfer fällt.

Charly Keiser
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Der Platz im Dorfkern von Menzingen ist knapp, was zu gefährlichen Situationen führen kann. (Bild: Werner Schelbert (25. November 2016))

Der Platz im Dorfkern von Menzingen ist knapp, was zu gefährlichen Situationen führen kann. (Bild: Werner Schelbert (25. November 2016))

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

Auf der Fahrt durch Menzingen müssen Autos, Lastwagen und Busse ein Nadelöhr passieren. Nur wenige Meter breit ist an dieser Stelle die Kantonsstrasse, wo ein ordentliches Trottoir fehlt. Entlang dem Haus an der Kirchgasse 2 gibt es nur gerade ein wenige Zentimeter breites Mini-Trottoir.

Abhilfe und vor allem Sicherheit für die Fussgänger soll dort der Bau einer Arkade schaffen, die gemäss den Berechnungen der Baudirektion zwischen 300000 und 400000 Franken kostet.

Kantonsräte machen Druck

Mit einer Motion wollen die drei Menzinger Kantonsräte Monika Barmet (CVP), Andreas Etter (CVP) und Karl Nussbaumer (SVP) nun erreichen, dass es beim «soll» bleibt und nicht zum «sollte» kommt. Denn wie die «Zuger Zeitung» am 26. November 2016 berichtete, will die Baudirektion, dass das angedachte Projekt aus Kostengründen abgespeckt wird.

In einem Mitwirkungsverfahren seien mit der Menzinger Bevölkerung im Rahmen von drei Veranstaltungen die Bedürfnisse geklärt, die verschiedenen Projektziele wie die Aufwertung des Dorfzentrums, die Optimierung des Verkehrsbetriebs und der Verkehrssicherheit diskutiert und konkrete Massnahmen vorgeschlagen worden, begründen sie. «An verschiedenen Stellen erwies sich dringender Handlungsbedarf – insbesondere wurde eine sichere durchgehende Verbindung für den Fussverkehr entlang der Hauptstrasse gefordert», schreiben die drei weiter. «Bei der aktuellen Situation mit einem schmalen Trottoir entlang der nördlichen Seite der Hauptstrasse können Personen mit Kinderwagen, Rollstuhl oder Rollator nur auf der Fahrbahn passieren.» Dies führe immer wieder zu äusserst gefährlichen Verhältnissen. Aufgrund der neuen Wohn- und Einkaufsmöglichkeiten und des zunehmenden Verkehrs sei deshalb eine bestmögliche Sanierungsvariante prioritär zu behandeln.

«Diese liegt zurzeit nicht vor», betonen die Kantonsräte. Laut den aktuellsten Informationen der Baudirektion werde nun aber leider eine konkrete bauliche Verbesserung der Situation nicht ins definitive Projekt übernommen. Diese Projektsituation führe nun teilweise sogar zu einer Verschlechterung der Verkehrssicherheit für vorgängig genannte Personengruppen.

Eine effektive und langfristige Verbesserung der Verkehrssicherheit, mit einer durchgängigen und sicheren Situation für besagte Verkehrsteilnehmer in Menzingen, könne aber nur mit einer baulichen Anpassung respektive einem Arkadeneinbau realisiert werden.

Ursprüngliches Projekt soll zwingend realisiert werden

Die drei fordern in ihrer Motion darum konkret: «Der Regierungsrat wird beauftragt, im Rahmen des Strassenbauprogramms das Sanierungsprojekt der Ortsdurchfahrt in Menzingen zu realisieren, das vollumfänglich die ursprünglichen Projektziele umfasst und erfüllt – inklusive des Arkadeneinbaus im Haus an der Kirchgasse 2.»