KANTONSRAT: Schärferer Jugendschutz beim Alkoholkauf

Minderjährige dürfen im Kanton Zug bald keinen Alkohol mehr kaufen. Auch der grosse Bruder solls nicht übernehmen können.

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(Symbolbild Martin Heimann/Neue ZZ)

(Symbolbild Martin Heimann/Neue ZZ)

Der Jugendschutz muss ausgebaut werden. Dieses Ziel verfolgt die Regierung bei der Revision des Gesundheits-gesetzes, das aus dem Jahr 1970 stammt. So soll in Zukunft der Verkauf von Tabakwaren und Alkohol an Jugendlichen unter 18 Jahren nicht mehr erlaubt sein.

Weitergabe von Alkohol im Familienkreis ist erlaubt
Diese neue Regelung unterstützt nun auch die vorberatende Kommission des Kantonsrats unter Präsidentin Silvia Künzli (SVP, Baar). Die Kommission geht aber noch weiter. So soll nicht nur der Verkauf, sondern auch die Abgabe und die Weitergabe von Tabakwaren und Alkohol an Minderjährige im Grundsatz verboten werden. «Ziel sollte sein, den Risikokonsum von Alkohol zu verhindern.»

Zusätzlich will die Kommission aber festhalten, dass die Weitergabe von alkoholischen Getränken im Einverständnis mit dem gesetzlichen Vertreter weiterhin zulässig bleiben soll. «Damit wird gewährleistet, dass Jugendliche den Umgang mit alkoholischen Getränken im familiären Kreis schrittweise erlernen können», begründet Silvia Künzli diese Präzisierung.

Einmaliges Gesetz für Lebensmittelbetriebe
Nicht einig ist die Kommission mit dem Regierungsrat beim Paragrafen für den Konsumentenschutz. Laut der Exekutive sollen nämlich Lebensmittelbetriebe wie Bäckereien neu dazu verpflichtet werden, den Konsumenten den letzten amtlichen Untersuchungs- und Inspektionsbefund zugänglich zu machen – in der Schweiz ein einmaliges Gesetz.

Die Kommission fordert nun aber, dass die Betriebe eine kostenlose amtliche Qualitätsbescheinigung zur freien Verwendung erhalten sollen. «Zur freien Verwendung bedeutet, dass es explizit keine gesetzliche Pflicht geben soll, den Kontrollbericht allen zugänglich zu machen», so Künzli. Der Markt werde trotzdem spielen, denn «wer die Bescheinigung nicht öffentlich zugänglich macht, muss mit entsprechenden Reaktionen der Öffentlichkeit rechnen.»

Yvonne Anliker

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Zuger Zeitung.