Kantonsrat verteidigt Pauschalbesteuerung

Im Zuger Kantonsrat hat am Donnerstag eine Interpellation zur Pauschalbesteuerung hohe Wellen geworfen. Die SP wollte von der Regierung wissen, ob Zug ein Steuerparadies für steuerflüchtige Oligarchen sei.

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Ein Mitglied des Zuger kantonsrates bittet um Wortmeldung. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Ein Mitglied des Zuger kantonsrates bittet um Wortmeldung. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Mit ihrem Vorstoss wollte die SP-Fraktion vom Regierungsrat insbesondere erfahren, ob der russische Unternehmer Viktor Vekselberg nach seinem Umzug von Zürich in den Kanton Zug pauschalbesteuert werde und falls ja, ob die Voraussetzung dafür gegeben sei. Zudem wollte sie wissen, ob Steuerflüchtlinge bewusst angeworben werden.

SVP, FDP und SVP verteidigten die Pauschalbesteuerung entschieden. Zug habe mit 103 vergleichsweise wenige nach Aufwand Besteuerte. Die Ratslinke vertrat die Auffassung, dass vor allem die Pauschalbesteuerten selbst auf Kosten der Allgemeinheit profitierten.

Die Regierung gab keine Auskunft darüber, wie Viktor Vekselberg besteuert wird. Sie berief sich dabei auf das Steuer- und Amtsgeheimnis. Ausserdem beteuerte sie, der Kanton Zug werbe nicht aktiv aufwandbesteuerte Personen an.

sda