KANTONSRAT ZUG: Neue Zuger Datenschutzbeauftragte gewählt

Claudia Mund heisst die neue Datenschutzbeauftragte des Kantons Zug. Der Zuger Kantonsrat wählte Mund am Donnerstag für die Amtsdauer 2015 bis 2018. Die Ombudsfrau Katharina Landolf wurde für vier weitere Jahre in ihrem Amt bestätigt.

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Claudia Mund ist am 22. Mai zur neuen Zuger Datenschützerin gewählt worden. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Claudia Mund ist am 22. Mai zur neuen Zuger Datenschützerin gewählt worden. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Für das Amt als Datenschutzbeauftragte standen dem Kantonsrat die beiden Kandidatinnen Claudia Mund und Claudia Wasmer zur Auswahl. Mund erhielt 44, Wasmer 28 Stimmen.

Mund war unter anderem juristische Mitarbeiterin beim Datenschutzbeauftragten des Kantons Zürich und des Bundes. Sie wird Nachfolgerin von René Huber, der nach 15 Jahren im Amt nicht mehr zur Wahl angetreten ist.

Mit 45 Stimmen im Amt bestätigt wurde Katharina Landolf. Die erste Ombudsfrau des Kantons Zug ist Rechtsanwältin und Mediatorin und lebt in Affoltern am Albis ZH.

Die Justizprüfungskommission (JPK) hatte die Stelle als Ombudsperson öffentlich ausgeschrieben - mit dem Hinweis, dass die bisherige Ombudsfrau wieder kandidieren wird.

Die SP kritisierte am Donnerstag dieses Stelleninserat. Die JPK habe unnötigerweise einen Paradigmenwechsel eingeleitet, sagte der SP-Sprecher. Ginge es nach der JPK, müssten künftig alle Stellen öffentlich ausgeschrieben werden. Die Stelle der Ombudsperson werde mit diesem Vorgehen "geschwächt anstatt gestärkt".

Gemäss JPK-Sprecher wollte die Kommission dem Kantonsrat "eine freie Wahl im Sinne einer Auswahl" ermöglichen. Auf das Inserat meldeten sich acht Personen. Als Gegenkandidatin schlug die JPK dem Kantonsrat die Mediatorin Trudi Abächerli aus Sarnen vor. Sie erhielt 25 Stimmen.

sda