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KANTONSRAT ZUG: Poststellen: Ohrfeige für den Regierungsrat

Der Kantonsrat verlangt von der Regierung, den Druck auf die Post aufrechtzuerhalten.
Charly Keiser
Die Post informierte am Mittwoch über die Zukunft des Genfer Poststellennetzes. (Archivbild) (Bild: KEYSTONE/MARTIAL TREZZINI)

Die Post informierte am Mittwoch über die Zukunft des Genfer Poststellennetzes. (Archivbild) (Bild: KEYSTONE/MARTIAL TREZZINI)

Remo Peduzzi und Anna Bieri (beide CVP, Hünenberg) sind mit der Antwort des Regierungsrats auf ihr Postulat «betreffend Zukunft der Poststellen in den Zuger Gemeinden» überhaupt nicht zufrieden.

Nicht einverstanden mit der Abschreibung des Postulats war letztlich das Parlament, das dieses Ansinnen des Regierungsrats mit 51 zu 13 Stimmen regelrecht zerzauste. Vergebens versprach zuvor Regierungsrat Matthias Michel, die Regierung werde alles unternehmen, dass Firmen und Private von der Schweizerischen Post die notwendigen Dienstleistungen weiter geboten bekämen. Er wolle keine Strukturerhaltung betreiben, sagte Michel. «Es geht primär um lokale Lösungen.» Auch sei der Kanton nur der Dritte im Bunde, ergänzte er. Der Bund bestimme, und die Post verhandle in erster Linie mit den Gemeinden. Der Kanton könne nur versuchen, zu vermitteln.

Unsichere Mehrheit

Postulant Peduzzi zeigte sich zwar über den «ausführlichen Bericht» erfreut, monierte aber: «Wichtig ist einfach, dass Agenturen, My-Post-24-Automaten und Co. auch wirklich die zu schliessenden Poststellen zu kompensieren vermögen.»

Damit nach 2020 eine, wie der Regierungsrat schreibe, «dynamische Weiterentwicklung des Netzes», und zwar auf Augenhöhe mit dem Verhandlungspartner, stattfinden könne, solle das Postulat nicht abgeschrieben werden, verlangte Anna Bieri: «Das sind wir Menzingen, Oberägeri und Zug schuldig. Wenn wir das Postulat abschreiben, ist der Kanton Zug wortwörtlich nicht da, wenn die Post abgeht.»

Druck weiter hochhalten

Nach Michels Votum sah sich auch Philip C. Brunner (SVP, Zug) herausgefordert. «Ich sehe pausenlos Innovationen von der Post, die ich gar nicht will.» Er lobte die Angestellten der Post, deren Geschwindigkeit und Service es zu erhalten gelte. Brunner beschwor, wie die beiden CVP-Kantonsräte zuvor, das Postulat nicht abzuschreiben. «Nur so bleibt der dringend notwendige Druck auf die Post erhalten.»

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

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