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KANTONSRAT: Zug scannt Steuererklärungen vorerst nicht ein

Im Kanton Zug werden die Steuererklärungen vorerst nicht wie geplant eingescannt. Das Projekt "eDossier Steuern" wird sistiert, wie Finanzdirektor Peter Hegglin (CVP) am Donnerstag im Zuger Kantonsrat sagte.
Zug scannt Steuererklärungen vorerst nicht ein. (Symbolbild Pius Amrein)

Zug scannt Steuererklärungen vorerst nicht ein. (Symbolbild Pius Amrein)

Die Zuger Steuerverwaltung hatte das Projekt "eDossier Steuern" lanciert, um Steuerdossiers künftig elektronisch zu bewirtschaften. Mit dem Scanning der Steuererklärungen beauftragte der Kanton Zug eine private Schweizer Firma, die einem US-Konzern gehört.

Die FDP findet das "äusserst beunruhigend", wie ein Sprecher am Donnerstag zu einer FDP-Interpellation sagte. Fast täglich lese man Meldungen, wonach Personen-, Bank- und Steuerdaten unrechtmässig weitergegeben werden.

Dass es sich beim Unternehmen um ein US-beherrschtes Unternehmen handle, mache die Sache für die FDP schlussendlich inakzeptabel. Für die "Alternative - Die Grünen" ist es keine gute Idee, das Einscannen von hochsensiblen Daten an eine US-Firma zu vergeben.

Die Regierung hat auf die Kritik reagiert und den Vertrag mit der Firma sistiert. Es seien bisher keine Steuerdaten extern herausgegeben worden, versicherte Finanzdirektor Peter Hegglin.

Es werde nun auch interne Lösung vertiefter geprüft. Eine absolute Garantie gebe es aber auch mit dieser Lösung nicht, sagte Hegglin weiter. (sda)

Mehr zum Thema am 23. Mai<br /> in der Neuen Zuger Zeitung.

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