KANTONSRAT: Zuger SVP blitzt mit Wunsch nach 5000-Franken-Note ab

In der Schweiz werden auch in Zukunft keine 5000-Franken-Noten gedruckt: Der Kanton Zug wird in Bern nicht vorstellig werden und das Drucken einer solchen Note verlangen. Der Zuger Kantonsrat hat auf eine entsprechende Forderung der SVP mit Kopfschütteln reagiert.

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Ein Bündel Banknoten. (Bild: Keystone)

Ein Bündel Banknoten. (Bild: Keystone)

Die Zuger SVP forderte in einer Motion, dass der Kanton Zug eine Standesinitiative nach Bern schickt. Darin sollte die Einführung einer 5000-Franken-Note verlangt werden. Gleichzeitig wollte die SVP, dass das Bezahlen mit Bargeldnoten im Bundesgesetz verankert wird.

Bargeld werde dereinst zugunsten der elektronischen Zahlung abgeschafft, fürchten die SVP-Vertreter. Damit werde die totale Überwachung des Individuums möglich.

Dass dadurch auch Geldwäscherei und Steuerhinterziehung bekämpft werden könnten, halten sie für "vorgeschoben." Es gehe darum, die Privatsphäre der Bürger einzuschränken. "Bargeld ist geprägte Freiheit", schreibt die SVP in ihrem Vorstoss.

"Giacobbo/Müller" machten sich darüber lustig

Die anderen Fraktionen schüttelten jedoch den Kopf und lehnten den Vorstoss mit 44 zu 16 Stimmen ab. Der FDP-Sprecher konnte den Vorstoss nicht Ernst nehmen. Der Vorstoss sei eine reine Provokation. Das sei wieder ein gefundenes Fressen, um sich einmal mehr über den reichen Kanton Zug lustig zu machen. Der Vorstoss habe es sogar schon in die TV-Satire-Sendung "Giacobbo/Müller" geschafft.

Manuel Brandenberg, der den Vorstoss eingereicht hatte, verstand die Empörung nicht. "Na gut, dann kamen wir halt bei Giacobbo/Müller. Das ist ja nichts Unehrenhaftes", sagte er.

Bei der Schweizerischen Nationalbank ist eine 5000er-Note ohnehin kein Thema. In wenigen Wochen werden die neuen Banknoten in Umlauf gebracht. Die grösste Einheit ist nach wie vor die 1000er-Note. (sda)