Kantonsrat: Zuger Volk soll nicht über Zuger Busdepot entscheiden können

Grünes Licht für den neuen Hauptstützpunkt der Zugerland Verkehrsbetriebe (ZVB): Der Kantonsrat hat die Vorlage am Donnerstag in zweiter Lesung gutgeheissen. Das Volk soll nach Ansicht des Rates nicht darüber entscheiden können. Das Behördenreferendum kam nicht zustande.

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(sda)SVP-Kantonsrat Philip C. Brunner beantragte, das Volk über das Projekt entscheiden zu lassen. Schliesslich sei es eines der teuersten, über das der Kantonsrat je entschieden habe.

Die nötigen 27 Stimmen aus dem Rat kamen jedoch nicht zusammen. Nur 23 Kantonsrätinnen und Kantonsräte wollten die Vorlage an die Urne bringen. Ergreift niemand aus der Bevölkerung noch das Referendum, wird das 190-Millionen-Projekt somit wie beschlossen realisiert.

Ein KKL für schlafende Busse

Gebaut wird der neue Hauptstützpunkt am bisherigen Standort «An der Aa». Das Gebäude der ZVB soll zu einem grossen Teil unter den Boden kommen. Zwei Stockwerke tief soll gebaut werden.

Von den 190 Millionen Franken müssen die Zugerland Verkehrsbetriebe einen Teil innerhalb von 67 Jahren wieder an den Kanton zurückzahlen. 73 Millionen wurden als zinsloses Darlehen für den Rettungsdienst- und Verwaltungsneubau genehmigt.

SVP-Kantonsrat Brunner ist seit langem dagegen, dass dieses «Filetstück» wieder mit einem Busdepot überbaut wird. «Nachfolgende Generationen werden sich fragen, was wir uns dabei gedacht haben.» Zudem sei das Projekt unglaublich teuer. Das KKL in Luzern habe etwa 220 Millionen gekostet. «Und wir bauen für fast den gleichen Betrag ein Depot für schlafende Busse.»