KANTONSRAT: Zuger Wanderwegnetz wird nun doch nicht ausgedünnt

Trotz Sparmassnahmen: Bei den Wanderwegen wird nicht gespart. Der Zuger Kantonsrat hat am Donnerstag entschieden, das Wegnetz nicht auszudünnen. Der Regierungsrat wollte ein Drittel der Wege aus dem Richtplan streichen, konnte sich aber nicht durchsetzen.

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Sonnenaufgang auf dem Zugerberg (Bild: Daniel Hegglin)

Sonnenaufgang auf dem Zugerberg (Bild: Daniel Hegglin)

Die geplante Kürzung des Wegnetzes habe ein kleines Erdbeben ausgelöst, räumte Baudirektor Urs Hürlimann (FDP) während der Debatte ein. "Wir spürten schnell, dass die Pläne nicht gut ankommen."

Kritik gab es nicht nur von Seiten der Bevölkerung und des Tourismus, sondern auch von den Gemeinden. Der Sparplan der Regierung bestand nämlich darin, ein Drittel der Wegkilometer offiziell aufzugeben und den Gemeinden zu überlassen.

Diese hätten dann entscheiden müssen, ob sie den Unterhalt selber übernehmen oder die Wege aufgeben. Der Kanton hätte damit lediglich 40'000 Franken pro Jahr gespart.

Es bleibt bei 558 Kilometern

Keine gute Idee, fanden die Fraktionen von links bis rechts. Wandern, Joggen und Spazieren seien für die Gesundheit der Bevölkerung sehr wichtig und erst noch ohne grossen Aufwand zu haben, sagte etwa SVP-Kantonsrat Karl Nussbaumer.

Auch die linke Ratsseite wollte bei den Wanderwegen nicht sparen. Am besten sei es, das Netz bei seinen heute 558 Kilometern zu belassen, sagte Hanni Schriber-Neiger von der Alternative - die Grünen.

Keine Chance hatte die Regierung auch mit einem Kompromissvorschlag, der etwas weniger Kilometer aus dem Richtplan gestrichen hätte. (sda)