KANTONSRATSSITZUNG: Fumoirs: Die Kellner sollen draussen bleiben

Die Alternativen bringen eine Überraschung in die Debatte über das Gesundheitsgesetz: Sie sagen Ja zu Raucherzimmern – mit Vorbehalt.

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Zurzeit darf in den meisten Zuger Restaurants noch geraucht werden. (Symbolbild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Zurzeit darf in den meisten Zuger Restaurants noch geraucht werden. (Symbolbild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Der Nichtraucherschutz, das Plakatwerbeverbot für Alkohol und Nikotin sowie einschlägige Verkaufsverbote an unter 18-Jährige das sind neben anderen die strittigsten Punkte im neuen Gesundheitsgesetz, das am Donnerstag im Kantonsrat zur Behandlung ansteht. Ob es noch zu Ende beraten wird, ist nicht sicher, könnte es doch ans Ende der Nachmittagssitzung rutschen.

CVP ist geteilter Meinung
Beim Nichtraucherschutz und Plakatwerbeverbot sind die Meinungen in der CVP geteilt, doch sei die Mehrheit für die restriktiven Anträge der Regierung, berichtet die Fraktion: also das Rauch- verbot in öffentlichen Räumen (mit Ausnahme abgetrennter Gastlokalitäten) und das Werbeverbot in öffentlich einsehbarer Umgebung.

Die CVP wird dabei das Zünglein an der Waage bilden. Denn die FDP ist zwar für das Rauchverbot in öffentlichen Räumen, ihr genügt aber, wenn in einem Gastlokal lediglich Nichtraucher- und Raucherplätze angeboten werden. Der SVP gehen die Vorschriften betreffend Nichtraucher- und Jugendschutz zu weit. Eine praktikable Lösung erblickt sie in Ausnahmeregelungen, welche auch kleinen Betrieben Überlebenschancen bieten.

Alternativer Vorschlag
«Räume für Raucher sollen zum Schutz der Angestellten unbedient sein.» Dies ist der Vorschlag der Alternativen zum Raucherproblem in Gaststätten. Ohne dass dies von der Fraktion gesagt wird, bliebe hier also Selbstbedienung übrig oder ein Hauch von Wartsaal. Beim Verkauf und bei der Weitergabe von Alkoholika und Raucherwaren werde sich die praktische Umsetzung schwierig gestalten, räumen die Alternativen ein. Hier schlägt die CVP als Regelung vor, den Verkauf von Tabak, Wein und Bier an unter 16-Jährige und von Spirituosen an unter 18-Jährige zu verbieten.

Karl Etter

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Zuger Zeitung.