KANTONSSPITAL: Der Regierungsrat setzt eine Task-Force ein

Nach dem abrupten Abgang von Kantonsspital- Chef Robert Bisig setzt die Zuger Regierung eine Task-Force ein. Geleitet wird sie von Landammann Joachim Eder. Sie steht bis auf Weiteres dem Spital-Verwaltungsrat beratend zur Seite.

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Landammann Joachim Eder wird die Tsk-Force zum Abgang von Robert Bisig leiten. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Landammann Joachim Eder wird die Tsk-Force zum Abgang von Robert Bisig leiten. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Mit dieser Massnahme solle zum einen Transparenz geschaffen, zum andern die derzeitige Situation beruhigt werden. Dies schreibt der Zuger Regierungsrat in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Der Task-Force gehören neben Eder Heinz Tännler (Baudirektor), Manuela Weichelt-Picard (Direktorin des Innern), Jürg Dübendorfer (Präsident der Stiftung Pflegezentrum Baar), Urs Birchler (Direktionspräsident des Inselspitals Bern) und Marc Höchli, Kommunikationsbeauftragter des Regierungsrates des Kantons Zug, an.

Vordringliche Aufgabe der Task-Force sei es, die Situation zu beruhigen und beim Spitalpersonal das Vertrauen wieder aufzubauen. Ausserdem soll sie Transparenz herstellen und die Information der Öffentlichkeit sichern. Schliesslich unterstützt sie den Verwaltungsrat bei der Besetzung des CEO-Posten und prüft, wie der Verwaltungsrat zukünftig zusammengesetzt sein soll.

Die Task-Force ist hingegen nicht zuständig für die operativen Belange des Kantonsspitals. Die aktienrechtlichen Kompetenzen des Verwaltungsrates und die operativen Kompetenzen der Spitalleitung werden nicht eingeschränkt.

Der frühere CVP-Regierungsrat Bisig war seit 2004 Spitaldirektor und CEO des Zuger Kantonsspitals. Erst vor 80 Tagen erhielt Bisig für den reibungslos verlaufenen Umzug des Spitals von Zug in den Neubau in Baar von allen Seiten Bestnoten. Seine Freistellung führte im Parlament zu heftigen Diskussionen.

sda