KANTONSSPITAL: Ein Spital-Verwaltungsrat tritt per sofort ab

Die Einsetzung einer Task Force nach dem abrupten Abgang des Zuger Kantonsspital-Chefs Robert Bisig fordert ihr erstes Opfer.

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Blick auf das neue Zuger Kantonsspital in Baar. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Blick auf das neue Zuger Kantonsspital in Baar. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Pirmin Hotz, der Baarer Vermögensverwalter, mag nicht mehr. «Obwohl ich bereit gewesen wäre, auch in dieser schwierigen Zeit Verantwortung für das Kantonsspital zu übernehmen, sehe ich mich nun veranlasst, meinen sofortigen Rücktritt aus dem Verwaltungsrat der Zuger Kantonsspital AG bekannt zu geben», schreibt er in seiner Mitteilung.

Das Fass zum Überlaufen gab ein Regierungsratsentscheid. Mit der Einsetzung einer Task Force entziehe der Regierungsrat dem Verwaltungsrat das Vertrauen, ist Hotz überzeugt. Der Kanton mische sich damit ins operative Geschäft ein. Dies sei gerade das Gegenteil, welches der Souverän vor zehn Jahren gewollt habe. Nämlich die klare Trennung der Betriebsführung von der Politik.

Das Kantonsspital Zug stehe unter erheblichem Druck von Seiten der Krankenkassen, des Preisüberwachers und nicht zuletzt auch der Regierung selbst, so Hotz. Dieses habe sich den Herausforderungen gestellt, die Regierung trete jetzt wieder den Rückwärtsgang an. «In Zukunft werden wieder Beamte das Sagen haben, die sich dem Wettbewerb des Marktes nicht stellen wollen oder müssen.»

ft.

Den ausführlichen Artikel zum Thema lesen Sie in der Neuen Zuger Zeitung vom 29. November.