KANTONSSPITAL: Eine Züglete, wie sie Zug noch nie gesehen hat

Der Umzug steht vor der Tür. Der Tag der Tage des Zuger Kantonsspitals ist minutiös geplant.

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Robert Bisig, CEO des Kantonsspitals
Zug. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Robert Bisig, CEO des Kantonsspitals Zug. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Am Samstag, 30. August, um 12 Uhr mittags wird eine Ära zu Ende gehen. Dann wird das bisherige Notfallzentrum im Zuger Kantonsspital stillgelegt. Gleichzeitig nimmt jenes in Baar seinen Betrieb auf. Die Rettungsdienste und Ärzte sind über diesen Betriebswechsel informiert. Weitere Dienste wie die Taxiunternehmen sollen in den nächsten Tagen orientiert werden. Sucht ein Patient noch Hilfe in Zug, braucht er jedoch keine Angst zu haben, abgewiesen zu werden. «Ab sieben Uhr morgens werden sowohl in Zug als auch in Baar die wichtigen Dienste in Betrieb sein», sagt Robert Bisig, CEO des Zuger Kantonsspitals. Dringende Operationen seien also jederzeit gewährleistet.

Was passiert jedoch, wenn beispielsweise ein grosser Unfall mit mehreren Schwerverletzten geschieht? «Die Rettung wird über die Nummer 144 aufgeboten. In Absprache mit dem Zuger Kantonsspital wird dann entschieden, wohin die Patienten gebracht werden», so Bisig. «Zum Beispiel nach Baar oder Luzern.» Die verschiedenen Rettungsdienste seien zudem eng miteinander vernetzt, eine schnelle Rettung sei gewährleistet. «Das sind alles Profis, die werden sich untereinander austauschen.» Auch schwangere Frauen müssten sich keine Sorgen machen. «In Zug wie in Baar kann an diesem Tag geboren werden.»

Bis am Abend alle Patienten transportiert
Das Ziel von Bisig ist es, am Abend in Zug keine Patienten mehr zu haben. Baar soll dann den Betrieb übernommen haben. Ob dies jedoch erreicht werden könne, «wissen wir erst am Umzugstag. Denn 70 Prozent unser Patienten kommen notfallmässig zu uns, die genaue Anzahl zu transportierender Personen kann heute also nur abgeschätzt werden».

«Wir können keine Zuschauer brauchen», sagt Bisig zudem. Denn zum einen sei dem Persönlichkeitsschutz der Patienten Rechnung zu tragen. «Zum anderen ist darauf zu achten, dass sich wirklich nur Leute in den beiden Spitälern aufhalten, die in den Umzug involviert sind. Zu diesen gehören auch zahlreiche Spezialfirmen, welche heikle Geräte transportieren und wieder betriebsbereit installieren.»

Yvonne Anliker

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Zuger Zeitung.