KANTONSSPITAL ZUG: Patientenrekord im Zuger Kantonsspital

Mit 9'616 stationären Patientinnen und Patienten wurde im Zuger Kantonsspital ein neuer Patientenrekord erreicht. Die Einführung von SwissDRG und der neuen Spitalfinanzierung erfolgte reibungslos. Auch der Start ins neue Jahr verlief positiv.

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Die Notfallaufnahme des Zuger Kantonsspitals. (Bild: Dominik Hodel / Neue ZZ)

Die Notfallaufnahme des Zuger Kantonsspitals. (Bild: Dominik Hodel / Neue ZZ)

Mit 9'616 stationären Patientinnen und Patienten verzeichnete das Zuger Kantonsspital im Jahr 2012 einen neuen Patientenrekord. Gegenüber dem Vorjahr entsprach dies einer Steigerung von 2,8 Prozent (+259 Patienten). Auch bei den Geburten gab es einen neuen Höchststand. 784 Babys erblickten im letzten Jahr im Zuger Kantonsspital das Licht der Welt (2011: 728). Die Jahresrechnung weist einen Gewinn von 1'522'425 Franken aus (Vorjahr 1'454'660 Franken). Damit schloss das erste Jahr nach Einführung von SwissDRG und der neuen Spitalfinanzierung mit einem positiven Ergebnis ab.

Während im vergangenen Jahr die Patientenzahlen weiter stiegen, sank gleichzeitig die Anzahl Pflegetage von 59'324 auf 57'725 (- 2.7%), was in einer tieferen durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 6,0 Tagen resultierte (2011: 6,3 Tage). Die durchschnittliche Bettenbelegung lag bei 90,8 Prozent (2011: 94%). Das Zuger Kantonsspital beschäftigte Ende Jahr 847 Personen in 693,4 Vollzeitstellen (2011: 829 resp. 678,3).

SwissDRG, neue Spitalfinanzierung und neue Spitalliste

Dank optimaler Vorbereitung konnte SwissDRG per 1. Januar 2012 wie erwartet reibungslos eingeführt werden. Die Tarife konnten mit sämtlichen Versicherern erfolgreich verhandelt werden. Die neue Spitalfinanzierung brachte ebenfalls keine Überraschungen. Einzig der ungenügende Investitionszuschlag bleibt wohl ein längerfristiger Unsicherheitsfaktor. Per 1. Januar 2012 trat zudem die überarbeitete kantonale Spitalliste in Kraft. Die Leistungsaufträge für das Zuger Kantonsspital blieben fast unverändert.

Mehr Wettbewerb unter den Spitälern

Die neue Spitalfinanzierung begründet einen stärkeren Wettbewerb unter den Spitälern und bewirkt einen wachsenden Preisdruck. «Dieser Herausforderung wollen wir uns stellen», sagt Walter Suter, Präsident des Verwaltungsrats. Dabei stünden zwei Massnahmen im Vordergrund: «Einerseits wollen wir die in den letzten Jahren erreichte höhere Wirtschaftlichkeit unseres Leistungsangebots konsequent weiterführen. Andererseits sind der Verwaltungsrat und die Spitalleitung daran, gemeinsam eine Angebots- und Kooperationsstrategie zu erarbeiten», ergänzt Suter. Im Rahmen des Leistungsauftrags sollen dabei die eigenen Stärken ausgebaut und bestehende Potentiale genutzt werden.

pd/shä

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