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Karl Kobelt übernimmt das Amt von Ivo Romer

Karl Kobelt wird Stadtrat von Zug. Dies teilt die Zuger FDP mit. Der 53-jährige PR-Mann tritt die Nachfolge von Ivo Romer an, der sein Amt am Dienstag niederlegte.
Karl Kobelt auf dem Landsgemeindeplatz, den er als seinen Lieblingsort in Zug bezeichnet. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Karl Kobelt auf dem Landsgemeindeplatz, den er als seinen Lieblingsort in Zug bezeichnet. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Der 53-jährige Unternehmer und Historiker Karl Kobelt führt seit knapp fünf Jahren eine PR-Agentur in Zug. Seit 2007 politisiert er für die FDP im Gemeinderat, seit 2009 als Fraktionschef, wie seine Partei am Mittwoch in einem Communiqué schreibt. Laut Communiqué der Stadt Zug tritt Koblet sein Amt mit der Stadtratssitzung vom 11. Dezember an. Dann erfolgt auch die Departementszuteiltung.

Kobelt legt alle Mandate nieder

Kobelt wird seine bisherige berufliche Tätigkeit einstellen, um sich ganz auf seine neue Aufgabe im Dienst der Stadtzuger Bevölkerung zu konzentrieren. Ab Januar 2013 übernimmt das Zuger Kommunikationsunternehmen Creafactory AG sämtliche Mandate seiner Firma Zugkraft AG. Diese wird ab Januar 2013 auf dem Markt nicht mehr aktiv sein.

Unbelasteter Nachfolger

Die FDP hält fest, dass der Parteivorstand Karl Kobelt in einem ausführlichen Gesprächts beurteilt hat und zu möglichen Faktoren befragt hat, die seine Amtsführung belasten könnten. Die Parteileitung kam zum einhelligen Schluss, dass solche Faktoren nicht auszumachen sind und freut sich, dass er die Nachfolge Ivo Romers nahtlos antreten wird. Laut FDP ist Kobelt gut vernetzt. Er bringt politische Erfahrung und ein gutes Gespür für die Bedürfnisse der Zuger Bevölkerung mit.

Ivo Romer trat am Dienstag von seinem Stadtratsamt zurück. Anlass war eine Strafuntersuchung wegen Veruntreuung und ungetreuer Geschäftsbesorgung. Ihm wird vorgeworfen, er habe mit seiner Beratungsfirma während Jahren ein Vermögensverwaltungsmandat einer älteren Frau dazu missbraucht, Gelder in Millionenhöhe in die eigene Tasche zu stecken.

Kritik an Vormundschaftsbehörde

Im Zusammenhang mit den Turbulenzen um Ivo Romer sieht sich das Vormundschaftsamt der Stadt Zug beziehungsweise der Stadtrat als Vormundschaftsbehörde mit Vorwürfen konfrontiert, Hinweise der Angehörigen zur Urteilsfähigkeit ihrer Mutter nicht ernst genommen zu haben. Der Stadtrat weise diese Vorwürfe «entschieden zurück», teilte er am Mittwochabend mit.

Nach dem Tod der Seniorin seien auf Ersuchen der Angehörigen sämtliche vormundschaftlichen Akten der Ombudsfrau des Kantons Zug zur Überprüfung zugestellt worden. Diese habe nach Durchsicht der Akten festgestellt, dass die Vormundschaftsbehörde im Rahmen ihres pflichtgemässen Ermessens korrekt gehandelt habe.

Romer bestreitet die Vorwürfe. Sie entbehrten jeglicher Grundlage, schrieb er in einer Mitteilung vom Dienstag. Sein Rücktritt stelle kein Schuldeingeständnis dar.

rem/sda

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