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Der SC Cham kehrt nach Sieg in die Spitzengruppe zurück

Der SC Cham gewinnt gegen Stade Nyonnais mit 1:0. Der starke Davide Giampà spricht von einem Weckruf an die Konkurrenz in der Promotion League. Doch etwas fehlt dem Team zur absoluten Klasse.
Martin Mühlebach
Eine missglückte Flanke von Florian Müller (im Hintergrund, in Rot) wird zum Siegtreffer für die Chamer. (Bild: Jakob Ineichen (Cham, 13. Oktober 2018))

Eine missglückte Flanke von Florian Müller (im Hintergrund, in Rot) wird zum Siegtreffer für die Chamer. (Bild: Jakob Ineichen (Cham, 13. Oktober 2018))

Die Promotion-League-Partie zwischen Cham und Stade Nyonnais bot einen hohen Unterhaltungswert. Die 390 Zuschauer wurden mit vielen Torszenen hüben und drüben für ihr Kommen belohnt. Cham ging schon in der 6. Spielminute in Führung. Florian Müller bezwang den Waadtländer Keeper Osni Mutombo mit einem sehenswerten Treffer in die hintere hohe Torecke.

Der Torschütze gestand hinterher süffisant lächelnd: «Ich wollte einen Flankenball zur Mitte schlagen. Aber ich verlor bei der Ballabgabe mein Gleichgewicht. Auf dem Boden liegend, bekam ich nicht mit, weshalb meine Teamkollegen jubelten.» Der Chamer Trainer Jörg Portmann sagte: «Wenn Florian tatsächlich flanken wollte, hat er eine Sch....flanke geschlagen.» Dass im weiteren Verlauf der Partie keine Tore mehr fielen, ist nicht zuletzt das Verdienst der aufmerksamen Abwehrreihen und der mit mehreren Glanzparaden aufwartenden Torhüter: Marco Peterhans respektive Osni Mutombo.

Berge versetzen dank Teamgeist

Jörg Portmann bemerkte nach dem Abpfiff: «Nach den Niederlagen gegen Bavois und Sion hat sich meine Mannschaft im Zweikampfverhalten enorm verbessert. Das ermöglichte uns auch eine Steigerung bezüglich Spielqualität. Mit Stade Nyonnais haben wir einen starken Gegner verdient bezwungen.»

Der Chamer Mittelfeldregisseur Davide Giampà betonte keck: «Unser heutiger Sieg ist ein Weckruf an unsere Ligakonkurrenz. Von Aussenstehenden wurde bislang kaum wahrgenommen, dass wir vorne mitspielen. Aber wir wissen, dass wir dank unserem Teamspirit und unserem Können Berge zu versetzen vermögen.»

Der SC Cham ist tatsächlich auf einem guten Weg. Das Team von Portmann überzeugt als geschlossene Einheit, die sowohl technisch als auch taktisch beschlagen ist. Torhüter Peterhans und die Abwehr um Jan Loosli und Dejan Jakovljevic sind nur schwer zu überwinden, und im Mittelfeld ziehen Davide Giampà und Sandro Foschini sowohl offensiv als auch defensiv gekonnt die Fäden.

Um ganz an der Tabellenspitze mitmischen zu können, fehlt jedoch mehr Effizienz im Abschluss. Cham erspielt sich zwar in jedem Spiel hochkarätige Torchancen, von jenen werden aber zu wenig genutzt. Es fehlt ein kaltblütiger Knipser.

Resultate und Rangliste finden Sie hier.

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