Leserbrief
Kein Dach macht schwach

Zur eidgenössischen Abstimmung vom 27. September, Beschaffung neuer Kampfjets

Merken
Drucken
Teilen

Eine Familie macht sich daran, ihr Haus zu bauen. Im Frühling startet sie ihr Projekt. Vom ausgewählten Stück Land hat sie wunderbare Sicht auf Hügelzüge, Schneeberge und einen glitzernden See. Der Baugrund ist fest, der Boden eben. Das Fundament erstellen sie mit dicken und gut armierten Mauern. Auf dieser soliden Grundlage erstellen sie den ersten und den zweiten Stock. Dabei achten sie auf eine saubere, verlässliche Bauweise nach den modernsten Standards. Wie geplant, finden sich hier die Küche, das Wohnzimmer, ein Büro, zwei Nasszellen sowie das Schlafgemach. Die Familie möbliert mit ausgesuchten und modernsten Möbeln die Räume. Nur Geräte der oberen Güteklasse mit ökologischen Labels lässt sie installieren.

Als es an den Bau des Daches gehen soll, erschrecken sie: Das Bankkonto ist fast leer! Der Restsaldo reicht grad noch, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Für den Dachbau jedoch steht kein Geld mehr zur Verfügung. Mittlerweile zieht der Herbst mit seinen Stürmen und Regengüssen übers Land. Dann der Winter mit heftigem Schneefall. Weil das Dach fehlt, sehen die Möbel bald schrecklich aus. Die Bausubstanz wie auch die Maschinen leiden unter dem Wasser- und Kälteeinbruch. In Kürze ist das Haus unbewohnbar. Da nützt das solide Fundament, die seriöse Bauweise der beiden Stöcke sowie die modernen Geräte rein gar nichts mehr.

Erkennen Sie den Ernst der Lage? Was nützen uns bestausgerüstete Bodentruppen, zeitgerechte Waffensysteme und moderne Boden-Luft-Raketen? Wenn das Dach – lies die Luftwaffe – fehlt, ist alles andere den äusseren Einflüssen schutzlos preisgegeben. «In Kürze ist das Haus – unser Land – unbewohnbar!»

Auch die Schweiz braucht ein schützendes Dach von oben. Nur so kann bestehen, was zwischen Flughöhe und Boden vorhanden ist. Deshalb ein klares «Ja» zur Anschaffung neuer Kampfflugzeuge. Für Sie auch?

Matthias Buzzi, Präsident CVP Unterägeri, Unterägeri