Leserbrief
Kein schlechter Witz

Zu den Coronamassnahmen

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Vor längerer Zeit wurden durch die Behörden diverse Geschäfte geschlossen. Trotzdem gibt es Beschaffungen, welche sich für mich als zweifache Mutter mit der Zeit aufdrängen. So musste ich kürzlich für meine bald zweijährige Tochter grössere Winterschuhe kaufen, weil die vorhandenen langsam aber sicher zu klein wurden. Erstaunt war ich, als ich in einem Detailhandelsfachgeschäft im Kanton Zug diesen Kauf tätigen wollte. Die Kinderschuhe waren abgesperrt – auf behördliche Anordnung wohlverstanden – und keinen Meter nebenan waren Arbeitskleider für Erwachsene erhältlich. Verwirrt fragte ich beim Verkaufspersonal nach, ob es nun nicht möglich ist, für meine Tochter diese Schuhe zu kaufen? Diese wiederum entgegnete mir verlegen, dass ich doch kurz das Geschäft verlassen sollte und mit dem Handy diese Schuhe bestellen soll. Anschliessend dürfe sie mir diese Schuhe verkaufen.

Zuerst dachte ich, dies sei ein schlechter Witz, doch ich merkte, dass dieses Vorgehen auch beim Verkaufspersonal völlig auf Unverständnis stiess. Ich frage mich, was diese bürokratische Bevormundung noch mit einer Bekämpfung einer Pandemie zu tun hat.

Yvonne Riedi, Baar