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Keine Lust auf geringeren Steuerfuss

Der Steuerfuss der Gemeinde verbleibt bei 60 Prozent. Dies entschied die gestrige Gemeindeversammlung äusserst deutlich. Und auch alle anderen Anträge des Gemeinderats wurden genehmigt.
Charly Keiser
Gemeindesaal Steinhausen Dreiklang(Bild: Stefan Kaiser (Steinhausen, 26. September 2018))

Gemeindesaal Steinhausen Dreiklang

(Bild: Stefan Kaiser (Steinhausen, 26. September 2018))

Nur noch wenige Stühle waren gestern Abend im Steinhauser Gemeindesaal leer, als Gemeindepräsidentin Barbara Hofstetter um 20 Uhr ihre letzte und 24. Gemeindeversammlung als Gemeindepräsidentin eröffnete. «Meine 40. als Gemeinderätin», wie sie vor der Sammlung bemerkte.

Alle 272 Stimmberechtigten genehmigten daraufhin das Protokoll, bevor es zum 2. Traktandum, um das Budget und den Steuersatz ging. Dem «Programmpunkt» des Abends, der am meisten Spannung im Vorfeld versprach.

SVP-Motion chancenlos

Stefan Sandoz warb für die Motion der SVP, die eine Senkung des Steuerfusses auf 55 Prozent zum Ziel hat, und Finanzchefin Carina Brüngger verteidigte den Verbleib bei 60 Prozent. «Es ist noch zur früh. Vertrauen Sie uns. Wir kommen mit einer Steuersenkung, wenn wir bereit sind beziehungsweise die Zeit dafür reif ist.» John Stutzer legte sich ebenfalls gegen eine Reduzierung des Steuerfusses ins Zeug und befand den Antrag der SVP «weder gewissenhaft noch intelligent».

Und die Abstimmung war ­erstaunlich deutlich. Nur gerade acht Stimmberechtigte sprachen sich für die Erheblichkeitserklärung der SVP-Motion aus. Gar nur eine Stimme sprach sich gegen den vom Gemeinderat beantragten Steuerfuss aus, und danach stimmte die Versammlung einstimmig für die Genehmigung des Budgets.

Im Eiltempo zum Apéro

Es schien, als ob die anwesenden Stimmbürger möglichst schnell den anschliessenden und von der Gemeinde offerierten Apéro geniessen wollten. Denn im Schnellzugstempo ging’s weiter. Die Versammlung nahm den ­Finanzplan 2019 bis 2022 zur Kenntnis und genehmigte den Nachtrag zum Baurechtsvertrag zwischen der Einwohnergemeinde und der Stiftung Alterssiedlung Steinhausen, womit diese nun die Realisierung neuer Pflegeplätze in Angriff nehmen kann.

Der Rahmenkredit von 485000 Franken für die anstehende Ortsplanungsrevision brachte einen kleinen «Apéro-Bremser». Zuerst verlangte nämlich Josef Wüest explizit ein Lichtkonzept, was der Gemeinderat so prüfen will. Max Gisler beantragte danach die Kürzung des Kredits auf 380000 Franken bei einer Kostengenauigkeit von 10 statt 20 Prozent. Seinem Anliegen folgten nur 42 Stimmberechtigte, und dem Rahmenkredit setzte sich letztlich nur eine Handvoll Stimmen entgegen.

Weniger als eine Stunde ­dauerte dieser offizielle Teil, bis die scheidende Präsidentin die 17 Blumensträusse anpeilte, die vor dem Gemeinderat auf einem Podium auf ihre Empfänger ­warteten. Zum Höhepunkt des Abends wurde der Jodler des ­Jodlerclubs Bärgblueme mit dem ­Titel «Dini See la bambälä», bei dem der scheidende Bauchef Andreas Hürlimann in ihm übergestreiften roten Jodlerhemd mitsang. Es folgte der Strauss für Barbara Hofstetter, der ihr von ihrem Nachfolger Hans Staub übergeben wurde, sowie Standing Ovations der Versammlung. Nach den Abschiedsreden und dem Besuch des Samichlauses ging’s mit kleiner Verspätung zum Apéro.

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