Keine neuen Massnahmen gegen Velo-Rowdys

Viele Velofahrer sind Rowdys, sagt auch die Regierung. Weitere Massnahmen als jene, die heute schon gang und gäbe sind, seien aber nicht angezeigt.

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Gefährlich: Radler quert den Fussgängerstreifen. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Gefährlich: Radler quert den Fussgängerstreifen. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Die Situation sei ernst, aber nicht dramatisch: Das ist der Grundtenor in der Antwort der Regierung auf das Begehren von Felix Häcki (SVP, Zug). Der Kantonsrat verlangte in seiner Interpellation, generell etwas gegen die «stark zunehmenden Gesetzesüberschreitungen» von Velofahrern zu unternehmen und spezifisch zu unterbinden, dass Zweiradfahrer die Fussgängerstreifen im Kanton befahren. Es werde im Kanton, schreibt Häcki, immer schlimmer mit diesen Disziplinlosigkeiten.

Die hohe Velodichte in Zug und dass nicht überall für Velos eigene Fahrräume bereitgestellt werden können, führten dazu, dass «subjektiv das Gefühl aufkommen mag, im Kanton Zug stehe es um die Disziplin der Velofahrenden nicht zum Besten», so die Regierung. Die erwähnte Verrohnung sei nicht nur bei den Velofahrern zu beobachten.

Bussen schaffen Abhilfe

Die Polizei sei nicht untätig, so die Regierung, die auf die Statistiken verweist: 2009 wurden bei periodischen Polizeikontrollen 223 Ordnungsbussen ausgestellt. Die meisten der betroffenen Velofahrer waren ohne Licht, ohne Glocke oder ohne Vignette unterwegs oder missachteten Lichtsignale. Man nehme aber besorgt zur Kenntnis, «dass sich etliche Radfahrende teils bewusst über Verkehrsregeln hinwegsetzen».

Chantal Desbiolles

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstg in der Neuen Zuger Zeitung.