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Keine «Nulltoleranz» in Zug

In den Zuger Badis gibt es Musikböxli und es fliegt mal eine Drohne vorbei. Probleme machen diese aber nicht – auch weil die Gäste verständnisvoll sind.
Shirin Fischer
Abkühlen und erholen in der Seeliken. (Bild: Maria Schmid (12. Juli 2018))

Abkühlen und erholen in der Seeliken. (Bild: Maria Schmid (12. Juli 2018))

Zu laut eingestellte Musikböxli, die Badi-Betreiber und Schweizer Gäste verärgern, das ist in vielen Strandbädern ein Problem. Während in Bern bereits im Mai eine «Nulltoleranz»-Kampagne gestartet wurde, kennen das Problem auch Badis in Basel, Baden und Kreuzlingen, schreiben etwa «Blick» und «20 Minuten». Die Strandbäder im Kanton Zug sind bei diesem Thema jedoch gelassener. Auch die Drohnenproblematik ist im Kanton Zug noch nicht bekannt. Drohnen, die über Strandbäder fliegen und Badi-Gäste filmen, sind von den Badi-Betreibern in Zug noch keine gesichtet worden.

Laut Bademeisterin Tina Simeon gab es im Seebad Seeliken bisher keine Reklamationen wegen Drohnen. Es wurden zwar bereits einige gesichtet, aber keine Drohne kreiste dicht über die Badi. «Wäre das der Fall, müsste das amtlich gemeldet werden, da das verboten ist», erklärt Tina Simeon. Auch die Musikböxli seien kein Problem. «Unsere Badi-Gäste stellen ihre Musik-Boxen immer leiser, wenn sie zu laut sind und wir sie darauf ansprechen. Diskussionen gibt es nie deswegen», sagt sie.

Keine Beschwerden

Thomas Felber, Leiter der Abteilung Sport der Stadt Zug, ist für die Seebäder in Zug zuständig. Er stimmt der Aussage von Tina Simeon zu. Beschwerden wegen zu lauter Musik oder herumfliegenden Drohnen habe er noch nie erhalten. Diese Probleme seien im Kanton Zug weniger bekannt. «Letztes Jahr hatten wir Reklamationen wegen asiatischen Gästen, die nicht nur die Aussicht, sondern auch Personen in der Seeliken fotografiert haben. Drohnen stellten bisher aber noch keine Probleme dar.»

Ähnlich sieht die Situation in Rotkreuz aus. Laut dem Bademeister der Badi Rotkreuz verbringen sehr viele Jugendliche ihre Freizeit in der Badi. Wenn man beim Umgang mit ihnen etwas Fingerspitzengefühl zeige, gäbe es aber keine Probleme mit lauter Musik. Die jungen Leute haben Verständnis dafür und passen sich den Gästen an.

Ein Verbot der Miniböxli ist nicht notwendig

Auch im Strandbad Hünenberg wurde laut Bademeisterin Ella Vogt bisher noch keine Drohne gesichtet. «Das mit den Musikboxen der jungen Leute ist ebenfalls keine grosse Sache. Die Gruppen, die Musik hören, sitzen jeweils etwas abgelegen in einer Ecke und stören die anderen Besucher nicht. Ein Verbot der Miniböxli ist nicht notwendig», erklärt Vogt.

«Die Gemeinde Hünenberg hatte in den letzten Jahren keine Schwierigkeiten mit Drohnen in der Nähe von Strandbädern. Es kann natürlich sein, dass einmal eine Drohne beim Strandbad vorbeigeflogen ist, jedoch haben wir nie Reklamationen von Badegästen oder eine solche Rückmeldung vom Bademeister erhalten», sagt Daniel Schriber, Leiter Sicherheit und Umwelt der Gemeinde. Genauso wenig hat Mario Zanella, Bademeister im Seebad Walchwil, vom Problem mit Drohnen gehört. «Drohnen fliegen hier keine vorbei. Falls das irgendwann mal der Fall wäre, müsste man sich ja fast ein Gewehr zulegen und darauf schiessen», meint er lachend. Musikböxli seien im Seebad Walchwil genauso erlaubt, wie in den anderen Strandbädern im Kanton Zug.

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