Keine Sonderrechte für Glencore

Hat die Rohstoffhandelsfirma für ihren Börsengang vom Kanton Zug ein Geschenk erhalten? Die Regierung dementiert. Im Gegensatz zu den meisten Kantonen habe der Regierungsrat noch nie einem Unternehmen Steuererleichterungen gewährt.

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Der Hauptsitz der Glencore in Baar. (Bild: Keystone)

Der Hauptsitz der Glencore in Baar. (Bild: Keystone)

Für das Jahr 2011 habe Glencore eine Steuergutschrift von 264 Millionen Dollar erhalten, schreibt die Fraktion der Alternative-die Grüne. In einer Kleinen Anfrage an den Zuger Regierungsrat wollte sie nun wissen, wie sich diese Gutschrift konkret und detailliert erklären lasse.

Grundsätzlich, so betont der Regierungsrat, sei es den Behörden aufgrund des gesetzlichen Amts- und Steuergeheimnisses nicht erlaubt, Informationen über die Art und die Höhe von Steuerzahlungen einzelner Unternehmen oder Privatpersonen bekannt zu geben. Ganz allgemein könne er festhalten, dass Positionen mit der Bezeichnung «income tax credit» (Steuergutschrift) in publizierten Geschäftsberichten und Konzernrechnungen praktisch nie etwas mit schweizerischen oder zugerischen Steuergutschriften im Sinne von Rückerstattungen oder Rückzahlungen der Zuger Steuerverwaltung an die betroffenen Unternehmen zu tun hätten.

Im Gegensatz zu den meisten Kantonen hat der Zuger Regierungsrat noch nie einem Unternehmen Steuererleichterungen gewährt. Auch unabhängig davon, ob ein Börsengang stattgefunden habe oder nicht.

Freddy Trütsch

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