Kryptofirmen im Kanton Zug werden keine zusätzlichen Hilfs-Millionen erhalten

Der Vorschlag des Finanzdirektors für einen Staatsfonds unter Zuger Leitung ist im Regierungsrat abgelehnt worden.

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(bier) Der Kanton Zug wird Blockchain-Startups nicht über die vom Bund und den Kantonen gesprochenen Kredite hinaus unterstützen. Wie die «Sonntagszeitung» meldet, ist der Finanzdirektor Heinz Tännler an der Regierungsratssitzung vom vergangenen Dienstag mit seiner Idee für zusätzliche Hilfe aufgelaufen.

In Coworking-Spaces, hier das Crypto Valley Labs in der Stadt Zug, tauschen sich die Verantwortlichen von Startups aus.

In Coworking-Spaces, hier das Crypto Valley Labs in der Stadt Zug, tauschen sich die Verantwortlichen von Startups aus.

Bild: Alexandra Wey/Keystone

Er schlug vor, im Rahmen eines Staatsfonds eine Stiftung zu gründen, die besonders aussichtsreichen Startups Wandeldarlehen vergibt. Im Erfolgsfall hätten diese in Aktien umgewandelt werden können, wodurch die öffentliche Hand finanziell profitiert hätte.

Kanton, Bund und Private

Die Stiftung hätte, einem früheren Beitrag der «Sonntagszeitung» zufolge, ein Volumen von gegen 100 Millionen Franken aufgewiesen. Der Kanton und die Stadt Zug hätten wegen ihrer zentralen Bedeutung in der Krypto-Startup-Szene zwischen 20 und 30 Millionen Franken beisteuern sollen, der Bund 10 bis 15 Millionen Franken, den Rest Private.

Zugs Finanzdirektor Tännler befürchtet, dass zahlreiche Startups in den Bereichen Blockchain-Technologie und Kryptowährungen durch die Maschen der ordentlichen Hilfsnetze im Zusammenhang mit der Coronakrise fallen werden.

Der Bund hat zusammen mit den Kantonen 154 Millionen Franken dafür vorgesehen – aus Tännlers Sicht zu wenig.

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