Keiner lässt sich in die Karten blicken

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Als positiv empfinden neben der Zug Estates AG auch andere Grundeigentümer das Ja zum Hochhausreglement. Zu konkreten Plänen für den Bau von Hochhäusern äussern wollen sich aber die wenigsten.

Bei der Migros Pensionskasse, ihr gehört ein Gebäude an der Baarerstrasse 27, heisst es: «Längerfristig bietet es für uns einen klaren Vorteil, an so einer Lage ein Verdichtungspotenzial zu besitzen», sagt Reto Schär, Leiter Immobilien. Das bestehende Gebäude sei aber in einem guten Zustand. Es könne in den nächsten Jahren unverändert betrieben werden. «Sobald die nächste Gesamtsanierung fällig wird, werden wir sicherlich Verdichtungsmassnahmen prüfen. Dannzumal entscheiden die Wirtschaftlichkeit und die Nachfrage nach zusätzlichen Geschäfts- und Büroflächen beziehungsweise Wohnungen», erklärt Schär weiter.

Die Zuger Kantonalbank, ebenfalls Eigentümerin eines Grundstücks an der Baarerstrasse und damit in der 60- bis ausnahmsweise 80-Meter-Hochhauszone, äussert sich nicht dazu, ob für sie ein Hochhaus in Frage kommt. Sie verweist auf den sich in Revision befindenden Bebauungsplan «Baarerstrasse West/Bahnhof Zug». Dieser wird unter der Führung der Stadt Zug mit diversen Grundeigentümern erarbeitet. Der Stadtzuger Bauchef André Wicki führt dazu aus, dass in der Testplanung die Bauhöhen zwischen 42 und 52 Metern liegen. Die erste Etappe soll in den nächsten fünf bis zehn Jahren realisiert werden. «Das Hochhausreglement hat keine Auswirkungen auf den Bebauungsplan.»

Für die Park Lane AG, Eigentümerin einer Parzelle auf dem Landis & Gyr-Areal, ist es «zu früh» um über Standort und Höhe eines oder mehrere Hochhäuser zu sprechen. Man arbeite mit fünf Planerteams an einem Studienauftrag für ein städtebauliches Gesamtkonzept auf dem Areal. Anzunehmen ist aber, dass die Park Lane AG dort hoch hinaus will. Sie hatte bis vor kurzem auf ihrer Homepage eine Visualisierung publiziert mit der Aussicht aus 77 Metern Höhe. Diese wurde im Abstimmungskampf von der Seite entfernt.

Die SBB, die in den nächsten Jahren ein Projekt beim Güterbahnhof realisieren, können noch nicht sagen, ob sie den «gestalterischen Freiraum bezüglich Hochbauten» ausschöpfen wollen. (st)