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Kiesabbau in Cham wirft Fragen auf

Rainer Suter will in einer Kleinen Anfrage mehr über den Kiesabbau in Hatwil/Hubletzen wissen. Dabei geht es dem SVP-Kantonsrat auch um die Verwendung von Recycling-Baustoffen.
Im Gebiet Hatwil/Hubletzen soll eine neue Kiesgrube entstehen. (Bild: Werner Schelbert (Cham, 14. März 2018))

Im Gebiet Hatwil/Hubletzen soll eine neue Kiesgrube entstehen.
(Bild: Werner Schelbert (Cham, 14. März 2018))

Im Gebiet Hatwil/Hubletzen in der Gemeinde Cham soll voraussichtlich ab 2025 Kies abgebaut werden, geht es nach den Plänen der Zuger Baudirektion. Diese informierte im vergangenen Oktober über den Grenzverlauf des Gebietes. Es wurde nach Osten erweitert und umfasst neu 50 Hektaren. Der Regierungsrat befürworte die Festsetzung des Abbaustandorts im Richtplan und befinde die von der Baudirektion vorgeschlagenen Anpassungen des Perimeters für gut, erklärt der damalige Baudirektor Urs Hürlimann in einer Medienmitteilung. Der raumplanerische Bericht soll im kommenden Frühling öffentlich aufgelegt werden und der Kantonsrat noch vor den Sommerferien über die Richtplananpassung entscheiden.

Ausgehend von den Informationen aus besagter Medienmitteilung und aus dem Kiesbericht 2017 hat Kantonsrat Rainer Suter (SVP/Cham) ein paar Fragen an die Zuger Regierung gestellt. In der kürzlich eingereichten Kleinen Anfrage betreffend Kiesabbau Hatwil/Hubletzen will er vor allem mehr über die Verwendung und Förderung von Recycling-Baustoffen wissen.

Recycling-Kies als Alternative

«Es gibt eine Menge Recycling-Kies, der ungenutzt auf den Deponien liegt», erklärt Rainer Suter. Beispielsweise im Strassenbau könnte man besagten Kies gut einsetzen. «Denn irgendeinmal haben wir keinen ‹frischen› Kies mehr, deshalb ist es wichtig, die Recycling-Baustoffe zu verwenden», so der SVP-Kantonsrat weiter. Er will unter anderem von der Regierung wissen, ob der Kanton Zug in der Verwendung von Recycling-Baustoffen «mit gutem Beispiel» vorangehe, oder wie gross der Anteil besagter Baustoffe ist und inwiefern dieser gesteigert werden könnte. Auch stellt er Fragen zu den finanziellen Auswirkungen für die Bauherren, und ob der Kanton Zug bei Submissionen die Verwendung von Recycling-Baustoffen fordert.

Weiter nimmt Suter Bezug auf die damalige Mitteilung, in der steht, dass exzessiven Kiesexporte künftig unterbleiben sollen. «Wie lange war der Baudirektion der exzessive Kiesabbau bekannt und in welchem Ausmass hat dieser stattgefunden», will er konkret wissen. Und welche Massnahmen werden ergriffen, damit der Kiesabbau in nachhaltigen Mengen ohne übermässige Exporte in andere Kantone erfolge, fragt der Chamer Kantonsrat weiter. «Ich will einfach wissen, ob der Kanton schon länger Bescheid wusste, dass zu viel abgebaut worden ist», konkretisiert Rainer Suter.

Weiterer Vorstoss noch offen

Ob er nach der Beantwortung der Kleinen Anfrage einen weiteren Vorstoss einreichen wird, lässt er noch offen. «Ein grosser Teil der Chamer Bevölkerung ist gegen einen übermässigen Kiesabbau in der besagten Kiesgrube. Auch deshalb ist mir die genaue Auskunft sehr wichtig.» Mit der Richtplananpassung ist die Gemeinde Cham nicht einverstanden. So hat die Gemeindeversammlung im Juni 2018 die Motion «Kein Kiesabbau Hatwil-Hubletzen», die von sämtlichen Chamer Kantonsräten und Parteipräsidenten unterzeichnet worden ist, für erheblich erklärt. Die Kleine Anfrage sei keineswegs negativ gemeint, betont Suter. «Mir geht es darum, die genauen Sachverhalte zu klären.»

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