KIESABBAU: Kies ist ein begehrter Rohstoff

Wie lange reichen die Kiesreserven? Wo wird der Kies aus unseren Abbaugebieten verbraucht? Solche Fragen beantwortet die Baudirektion im Jahresbericht 2007 über den Kiesabbau im Kanton.

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(Symbolbild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

(Symbolbild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Die Baudirektion hat den neuesten Jahresbericht über den Kiesabbau im Kanton Zug herausgegeben. Jedes Jahr erhebt das Amt für Raumplanung Daten bei Kiesabbaufirmen und Bauunternehmungen im Kanton Zug.

Wie die Baudirektion des Kantons Zug mitteilt, sind die Zahlen für das Jahr 2007 in Tabellen und Grafiken dargestellt und werden mit den Werten der Vorjahre verglichen.

Die zentralen Aussagen des Berichtes

  • Im Jahr 2007 bauten die Kieswerke rund 430'000 Kubikmeter Kies in den Zuger Abbaustellen ab. Diese Zahl liegt rund fünf Prozent über dem mehrjährigen Durchschnitt. 
  • Im Jahr 2007 ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich mehr Kies aus ausserkantonalen Gruben importiert worden. Der Anteil der Importe betrug 43 Prozent des Kiesumsatzes, jener der Exporte rund 25 Prozent des Kiesumsatzes. Ein Überhang der Importe konnte in den meisten Jahren festgestellt werden. 
  • Im Kanton Zug wird Kies häufig durch andere Produkte substituiert. Solche Ersatzstoffe entstehen nach der Verwertung und Aufbereitung von mineralischen Bauabfällen. Der Umsatz dieser Baustoffe stieg im Jahr 2007 auf fast 150'000 Kubikmeter an. Hingegen konnten im vergangenen Jahr nur kleine Mengen an Aushubmaterial für Hinterfüllungen verwendet werden. Damit stammte 2007 knapp 20 Prozent des verwendeten Kieses aus Sekundärbaustoffen. 
  • Im Jahr 2007 wurden 377'000 Kubikmeter der offenen Kiesgruben mit Aushub aufgefüllt. Gemäss Angaben der Kieswerke standen Ende 2007 in den Kiesgruben noch rund 6,2 Millionen Kubikmeter Auffüllvolumen offen. Ende 2007 wird das verfügbare Leervolumen mit 880'000 Kubikmeter beziffert, was überdurchschnittlich viel ist und den Druck auf Aushubdeponien etwas abschwächen dürfte.

ana