Zuger Kinder beschäftigen sich mit Architektur

Das Labor für Architektur und Baukultur (LAB) in der Shedhalle zeigt in neun Modulen auf, was unter Baukultur zu verstehen ist. Kinder und Jugendliche entwickeln im Labor ihre eigenen Ideen.

Martin Mühlebach
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Architektur für die Kleinen. (Bild: Maria Schmid (Zug, 15. September 2018))

Architektur für die Kleinen. (Bild: Maria Schmid (Zug, 15. September 2018))

Am 22. Januar dieses Jahres wurde im Vorfeld des World Economic Forum (WEF) in Davos eine Erklärung verabschiedet, die definiert, was unter hoher Baukultur verstanden wird und wie sie erreicht werden kann. Während dreier Wochen testet nun das Labor für Architektur und Baukultur (LAB) die Erklärung von Davos aus.

Die Projektleiterin, Architektin Barbara Windholz, erklärte am vergangenen Samstag, 15. September 2018, anlässlich der Ausstellungseröffnung in der Shedhalle an der Hofstrasse 15 in Zug: «Sieben Tafeln bilden einen Rahmen zur Auslegung von möglichen Antworten innerhalb unserer Ausstellung, die nun am Entstehen ist und sich im Verlauf der nächsten drei Wochen allmählich formieren wird.» Im LAB soll Kindern und Jugendlichen innerhalb von neun Modulen das nötige Rüstzeug vermittelt werden, um «Raum» besser wahrnehmen und verstehen zu können. Das Ziel sei, Ideen zu entwickeln und umzusetzen, um den Raum besser zu nutzen.

Baukultur in neun Modulen

In der Ausstellung wird aufgezeigt, was Baukultur alles sein kann. Im Modul 1, Architektur und Licht, wird aufgezeigt, dass Raumdimensionen für den Menschen erst bei Licht sichtbar werden. Im Modul 2, begehbares Raummodell, steht der Lichteinfall und dessen Wirkung im Fokus. In den Modulen 3 bis 7 werden eine Entdeckungsreise durch Zug, Raumgeschichten, Stadtplan und Orientierung, Spuren suchen – Spuren legen und Stadtutopien unter die Lupe genommen und bearbeitet. Im Modul 8 wird erklärt, was eine Skyline ist und es wird der Frage nachgegangen, wie die Skyline der Stadt Zug in Zukunft wohl aussehen wird. Im Modul 9, Klangarchitektur, wird in der Shedhalle auf Klangsuche gegangen und es werden eigene, neue Klangwelten geschaffen. Dabei werden die unterschiedlichen Oberflächenbeschaffenheiten einzelner Materialien und Konstruktionen untersucht und mittels Piezo-Kontaktmikrofonen zum Klingen gebracht.

Der Zuger Bildungsdirektor, Regierungsrat Stephan Schleiss, betonte anlässlich der Ausstellungseröffnung: «Es ist von hohem Wert, den Kindern und Jugendlichen das nötige Rüstzeug mitzugeben, das ihnen hilft, ihre Wohn- und Lebensräume zu verstehen und das ästhetische Empfinden zu stärken.» Barbara Windholz verriet: «Es haben sich 18 Primar- und Sekundarschulklassen angemeldet, die im Verlauf der Ausstellung ihre Ideen zu Raumvorstellungen umsetzen werden. Die Schülerinnen und Schüler werden dabei von fachkundigen Kursleiterinnen und Kursleitern unterstützt.» Die Ausstellung in der Shedhalle steht unter dem Patronat von Bau Forum Zug. Für das LAB-Symposium zeichnet sich eine erweiterte nationale Projektgruppe verantwortlich.

Am Freitag, 21. September, von 9.30 bis 17 Uhr findet ein LAB-Symposium statt. Anmeldungen unter www.archijeunes.ch. An den Wochenenden, 22./23. und 29./30. September, finden in der LAB-Werkstatt jeweils ab 10 Uhr Veranstaltungen statt.